Die semi-essenzielle Aminosäure Glutamin (L-Glutamin) ist besonders im Kraftsportbereich in Form eines Nahrungsergänzungsmittels sehr beliebt. Sie soll das Immunsystem stärken, die Muskelregeneration verbessern und für besseres Muskelwachstum sorgen.

Was ist dran an diesen Aussagen und welche weiteren Wirkungen besitzt Glutamin? Wir geben auf Basis aktueller Studien Auskunft darüber, wie die Aminosäure im Körper wirkt, wie sie am besten eingenommen wird und welche Dosierung angemessen ist.

Das Wichtigste in Kürze

  • Semi-essenzielle Aminosäure
  • Proteinogene Aminosäure
  • Kann vom Körper aus Glutaminsäure gebildet werden
  • In vielen proteinhaltigen Lebensmitteln zu finden
  • Wirkt positiv auf das Immunsystem

Die besten Glutamin Produkte

Die besten Glutamin Kapseln

L-Glutamin 4500 – GEN GERMAN ELITE NUTRITION

Die Glutamin Kapseln des deutschen Herstellers GEN GERMAN ELITE NUTRITION überzeugen durch ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis. In einer Dose sind 360 Kapseln enthalten, welche bei empfohlener Einnahme für 2 Monate ausreichen. Ein weiterer Vorteil ist, dass den Kapseln keine Zusatzstoffe beigemengt sind.

Einnahmeempfehlung

Der Hersteller empfiehlt an Trainingstagen 6 Kapseln (á 750 mg) nach dem Training mit viel Flüssigkeit einzunehmen. An trainingsfreien Tagen wird empfohlen morgen direkt nach dem Aufstehen 6 Kapseln mit viel Flüssigkeit zu verzehren.

Wir würden empfehlen an trainingsfreien Tagen die Einnahme der 6 Kapseln über den Tag zu verteilen um deinen Körper regelmäßig damit zu versorgen.

Inhaltsstoffe

Eine Kapsel enthält 750 mg reines L-Glutamin. Als Kapselhülle wird Gelatine vom Rind verwendet, weshalb das Produkt leider nicht für Veganer geeignet ist.

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Das beste Glutamin Pulver

L-Glutamin Ultrapure Pulver – GYM NUTRITION

Das L-Glutamin Pulver von GYM-NUTRITION ist ein solides Produkt im Pulverbereich. Ein großer Vorteil gegenüber anderen Produkten ist hier, dass es sich in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen bestellen lässt. Gerade bei L-Glutamin kann dies nützlich sein, da ein leichter Ammoniakgeruch oder –Geschmack vorhanden ist. Auf diese Weise kann man dem entgehen. Bei empfohlener Einnahme reicht eine Packung für knapp 2,5 Monate.

Einnahmeempfehlung

Der Hersteller empfiehlt eine Portion (7 g) über den Tag verteilt in insgesamt 400 ml Wasser einzurühren und zu trinken.

Inhaltsstoffe

Das Produkt enthält zu 100% L-Glutamin aus fermentiertem Mais. Es sind keine weiteren Zusatzstoffe enthalten. Somit eignet sich das Pulver sehr gut für Veganer.

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Die besten Glutamin Tabletten

L-Glutamin 500 Tabletten – Bull-Attack

Die L-Glutamin Tabletten des Herstellers Bull-Attack bieten ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis und zeichnen sich durch das „Made in Germany“ Qualitätsmerkmal aus. Obwohl Glutamin in Form von Tabletten eher selten und unbeliebt sind, kann man mit diesem Produkt nichts falsch machen. Wer also lieber Tabletten als Kapseln einnimmt, der sollte hier zuschlagen. Wenn die Einnahmeempfehlung des Herstellers eingehalten wird, reicht das Produkt für knapp 2 Monate aus.

Einnahmeempfehlung

Der Hersteller empfiehlt 2 x täglich 5 Tabletten (á 500 mg) mit reichlich Flüssigkeit einzunehmen.

Inhaltsstoffe

Eine Tablette enthält neben 500 mg L-Glutamin, mikrokristalline Cellulose als Füllstoff. Des Weiteren werden Magnesiumsalze der Speisefettsäuren und Maisstärke als Trennmittel verwendet.

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Was ist Glutamin?

glutamin

Glutamin – auch L-Glutamin, ist eine proteinogene und semi-essenzielle Aminosäure, welche vom Körper aus Glutaminsäure synthetisiert werden kann. Sie ist mit einem Anteil von 20 % die am häufigsten vorkommende Aminosäure im Blutkreislauf (1).

Die Bezeichnung „proteinogen“ trägt die Aminosäure, weil sie als Baustein von Proteinen im Körper dient. Dies ist unter anderem ein Grund, weshalb die Aminosäure im Kraftsportbereich gerne als Nahrungsergänzungsmittel für den Muskelaufbau eingenommen wird. Ob eine Einnahme jedoch wirklich so eine positive Auswirkung auf die Muskeln hat, wie allgemein angenommen wird, erfährst du im Abschnitt „Wirkung“.

„Semi-essenziell“ bedeutet in diesem Fall, dass der Körper unter normalen Umständen ausreichende Mengen dieser Aminosäure aus Glutaminsäure herstellen kann. Wenn jedoch besonders belastende Faktoren auf den Körper einwirken, kann es erforderlich sein, dass die Aminosäure zugeführt werden muss. Man spricht auch von einer „bedingten Lebensnotwendigkeit“. Beispiele solcher Faktoren wären eine Krankheit oder starke körperliche Belastungen (2).

Glutamin existiert in zwei unterschiedlichen Formen. Zum einen L-Glutamin, zum anderen D-Glutamin. Diese unterscheiden sich primär in ihrer molekularen Anordnung (3). Wenn Glutamin ohne Präfix genannt wird, so spricht man immer von L-Glutamin. Auch in Nahrungsergänzungsmitteln wird hauptsächlich die L-Form der Aminosäure verwendet. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die D-Form für den menschlichen Organismus relativ unwichtig ist (4).

Wusstest du schon?

Der gesamte Stoffwechsel, Blutkreislauf, Gehirnfunktion und die Zellstruktur wären ohne Proteine undenkbar. Dies ist ein Grund, weshalb eine proteinreiche Ernährung als sehr gesund gilt (5).

Glutamin – Wirkung

Glutamin kann das Immunsystem stärken

glutamin-wirkung

Das Immunsystem gilt als biologisches Abwehrsystem unseres Körpers. Es verhindert Erkrankungen, welche durch Krankheitserreger (z.B. Bakterien oder Viren) verursacht werden können. Zudem ist es in der Lage fehlerhafte körpereigene Zellen zu zerstören um negative Auswirkungen zu vermeiden.

Glutamin spielt eine entscheidende Rolle im Immunsystem, da es als Brennstoffquelle für Immunzellen dient. Besonders die Leukozyten (weiße Blutbestandteile) benötigen die Aminosäure für eine ordnungsgemäße Funktion (6).

Wenn der Körper Belastungen wie Operationen oder schweren Verletzungen ausgesetzt ist, kann der Anteil der weißen Blutkörperchen im Blut sinken, woraus sich ein erhöhter Bedarf ergibt (7). In einem solchen Fall kann der Körper beispielsweise Muskelgewebe abbauen, um es in Glutamin umzuwandeln (8).

Nicht selten werden daher nach größeren Verletzungen proteinreiche- bzw. glutaminreiche Diäten oder sogar Glutaminpräparate verordnet (9).

In mehreren Studien an Operationspatienten wurde bereits nachgewiesen, dass eine Nahrungsergänzung mit Glutamin den Gesundheitszustand verbessern kann und das Risiko einer Infektion verringert. Dadurch konnten insgesamt kürzere Krankenhausaufenthalte erzielt werden (10, 11).

Des Weiteren konnten sich sogar die Überlebenschancen schwerkranker Patienten verbessern, wenn Glutamin in Form eines Nahrungsergänzungsmittels eingenommen wurde (12, 13).

Zusammenfassung:

Glutamin dient dem Immunsystem als wichtige Brennstoffquelle. Zudem wird eine ordnungsgemäße Funktion der weißen Blutkörperchen gewährleistet, welche ebenfalls für die Immunabwehr verantwortlich sind. Eine glutaminreiche Diät oder Glutaminpräparate können die Immunfunktion des Körpers verbessern und werden oft nach schweren Operationen oder Verletzungen verordnet.

Glutamin kann die Darmgesundheit verbessern

Ergänzend zu den positiven Einflüssen auf das Immunsystem, kann Glutamin auch für eine bessere Darmgesundheit sorgen. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass der Darm als größter Teil des Immunsystem gilt.

Die Oberfläche des Dünndarms beträgt etwa 200 Quadratmeter. Das ist 100 Mal mehr als die Hautoberfläche. Dies bietet eine große Angriffsfläche für Krankheitserreger wie Viren oder Bakterien, welche darüber eindringen könnten. Sie werden jedoch von mehreren Abwehrmechanismen davon abgehalten. Dazu zählen Darm-Mikrobiotika, die Darmschleimhaut und eine große Anzahl an immunologisch aktiven Zellen (14).

Glutamin dient den Darm- und Immunzellen ebenfalls als wichtige Energiequelle (15). Des Weiteren hilft es dabei, die Schutzbarriere der Darmwand aufrecht zu erhalten. Dadurch kann dem „Leaky Gut Syndrom“ vorgebeugt werden (16).

Das Leaky Gut Syndrom (Deutsch: undichter Darm) zeichnet sich durch eine geschädigte Darmschleimhaut aus. Oft gelangen in einem solchen Fall unverdaute Nahrungsbestandteile und Bakterien und den Blutkreislauf. Nicht selten führt dies zu Entzündungen und anderen vielseitigen Krankheitsbildern (17).

Aufgrund dieser unterstützenden Funktion auf die Darmgesundheit, kann man Glutamin einen weiteren Punkt in Bezug auf die allgemeine Gesundheit zusprechen.

Zusammenfassung:

Glutamin dient den Darm- und Immunzellen als Energiequelle. Zudem kann die Aminosäure dabei helfen die Schutzbarriere des Darms aufrecht zu erhalten, wodurch einem „undichten Darm“ vorgebeugt wird.

Glutamin und die Auswirkungen auf das Krafttraining

Da Proteine aus Aminosäuren aufgebaut werden, gelten diese als besonders wichtig, wenn man Muskeln aufbauen möchte. Besonders essentielle- oder verzweigtkettige Aminosäuren (BCAA) eignen sich dafür.

Glutamin ist eine proteinogene Aminosäure, weshalb sie auch als Baustein für Proteine herangezogen wird. Aus diesem Grund haben Wissenschaftler in verschiedenen Studien die Auswirkungen von Glutamin auf das Muskelwachstum und die Muskelkraft untersucht.

In einer Studie mit 31 Personen wurde sechswöchiges Krafttraining in Verbindung mit einem Glutamin- oder Placebopräparat durchgeführt. Das Ergebnis dieser Studie war, dass sich keinerlei Unterschiede in Bezug auf die Muskelmasse oder Muskelkraft zeigten (18).

Besonders in der Fitnessbranche wird Glutamin immer wieder eine müdigkeitsverringernde und regenerationsfördernde Wirkung nachgesagt. Tatsächlich gibt es aber wenige Studien die dies bisher eindeutig nachweisen konnten. In einer der besagten Studien konnte dieser Effekt nur in Verbindung mit Kohlenhydraten erzielt werden (19).

Es gibt dennoch mehr Studien die gegen die verbreiteten Effekte sprechen. Es wurde zum Beispiel nachgewiesen, dass die Glykogenspeicher (Kohlenhydratspeicher) in den Muskeln durch eine Glutamin Einnahme nicht schneller wiederhergestellt werden können (20).

Insgesamt gibt es also zu wenig Beweise für eine positive Wirkung auf den Kraftsport, um eine Einnahme zu rechtfertigen. Weitere Forschungen stehen jedoch aus, um dies eindeutig zu bestätigen oder zu wiederlegen.

Zusammenfassung:

Viele Studien sprechen gegen die allgemeine Vermutung, dass Glutamin positive Auswirkungen im Kraftsportbereich besitzt. Es zeigten sich keine Wirkung in Bezug auf Muskelmasse und –Kraft. Zudem konnte in nur sehr wenigen Studien ein regenerationsfördernder Effekt nachgewiesen werden.

Glutamin – Nebenwirkungen

Glutamin ist eine natürlich vorkommende Aminosäure, welche in Form von Nahrungsergänzungsmitteln als unbedenklich gilt. Doch wie bei allen konzentrierten Stoffen in Pulver- oder Tablettenform, entscheidet letztendlich die Dosis über die Wirkung. In den meisten Fällen werden von Herstellern Dosierungen im Bereich von 5 g empfohlen. Dies entspricht in etwa der Menge, die man täglich über eine ausgewogene Ernährung zu sich nimmt.

In Studien zeigte sich bereits, dass selbst deutlich höhere Dosierungen von über 40 g keine nennenswerten Nebenwirkungen besaßen (21). In dem unwahrscheinlichen Fall, dass diese Dosis überschritten wird, kann es zu Magen-Darm Problemen, Übelkeit oder Kopfschmerzen kommen.

Als Faustregel gilt: Wenn man sich an die Verzehrempfehlung des Herstellers hält, ist Glutamin sehr nebenwirkungsarm.

Zusammenfassung:

Glutamin ist sehr nebenwirkungsarm. Selbst Dosierungen über 40 g zeigten keine Nebenwirkungen. Bei einer extrem hohen Einnahmedosis kann es jedoch zu Magen-Darm Problemen, Übelkeit oder Kopfschmerzen kommen.

Glutamin – Mangel

Wie bereits am Anfang erwähnt, ist ein Glutaminmangel unter normalen Umständen äußerst selten. Durch bestimmte Umstände kann sich jedoch ein erhöhter Bedarf ergeben. Wenn dieser Bedarf nicht gedeckt wird, kann es letztendlich zu einem Mangel führen.

Mit diesen Umständen kann ein erhöhter Glutaminbedarf einhergehen:

  • Intensives Kraft- oder Ausdauertraining: Hohe Belastung ist unter anderem für das Immunsystem eine große Herausforderung. Da Glutamin positiv auf das Immunsystem wirkt, unterstützt es den Körper zusätzlich.
  • Sehr proteinarme Ernährung: Wenn dem Körper wenig Proteine zugeführt werden, erhält er auch weniger Glutaminsäure und kann dadurch weniger Glutamin bilden.
  • Metabolischer Stress: Ähnlich wie körperliche Belastung, erfordert metabolischer Stress, welcher durch eine Krankheit oder Verletzung hervorgerufen wird, eine erhöhte Immunaktivität.
  • Magen-Darm-Erkrankungen: Glutamin sorgt im speziell im Darm für eine verbesserte Darmgesundheit, indem es die Darmschleimhäute stärkt und den „guten“ Darmbakterien als Energiequelle dient.
  • Hohes Alter: Mit hohem Alter verringert sich Fähigkeit des Körpers Glutamin selbst aus Glutaminsäure herzustellen. Zudem treten in diesem Alter vermehrt Krankheiten auf, wodurch der Bedarf ebenfalls erhöht ist.

Ein Mangel kann sich bei betroffenen Personen durch verschiedenen Mangelerscheinungen äußern. Vor allem schwindende Muskelmasse tritt häufig auf. Dies ist dadurch bedingt, dass der Körper Muskelgewebe abbaut um sie in lebensnotwendige Aminosäure umzuwandeln.

Auch eine erhöhte Krankheitsanfälligkeit und verringerte körperliche-, sowie geistige Leistungsfähigkeit können Anzeichen eines Glutaminmangels sein.

Wenn du zu einer Risikogruppe gehörst und Anzeichen eines Mangels verspürst, solltest du einen Arzt aufsuchen.

Zusammenfassung:

Ein Glutaminmangel entsteht primär durch einen erhöhten Bedarf der Aminosäure. Ein Mangel kann sich durch Muskelschwund, Krankheitsanfälligkeit oder verringerte Leistungsfähigkeit äußern.

Glutamin – Einnahme und Dosierung

Neben der natürlichen Aufnahme von Glutamin über die Nahrung, kann die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln auf verschiedenem Wege erfolgen. Auf dem Markt ist die Aminosäure als Pulver-, Kapsel- und Tablettenpräparat erhältlich. Auf die Vor- und Nachteile dieser Darreichungsformen werden wir gleich genauer eingehen.

Die Frage der Notwendigkeit einer Glutamineinnahme hängt von mehreren Faktoren ab. Zum einen ist dies der allgemeine Gesundheitszustand und das Alter. Wenn du eine junge und kerngesunde Person bist, die sich ausgewogen ernährt, so ist eine Nahrungsergänzung mit Glutamin in der Regel nicht notwendig.

Des Weiteren ist die Frage, ob du dich in einer der eben genannten Risikogruppen wiederfindest oder sogar Mangelerscheinungen zeigst. In einem solchen Fall kann die Einnahme von Glutamin, nach Rücksprache mit einem Arzt, durchaus Sinn machen.

Die übliche Tagesdosis liegt in einem solchen Fall zwischen 5 und 10 g. Dabei ist es empfehlenswert die Einnahme über den Tag zu verteilen. Zum Beispiel morgens, mittags und abends. Dadurch wird gewährleistet, dass der Körper stetig mit der Aminosäure versorgt ist.

Zusammenfassung:

Eine Glutamineinnahme ist für junge und gesunde Personen nicht unbedingt notwendig. Wenn man jedoch zu einer Risikogruppe zählt (Krankheit, hohes Alter, intensive körperliche Belastung etc.), so empfiehlt es sich täglich 5 – 10 g Glutamin in Form eines Nahrungsergänzungsmittels einzunehmen.

Glutamin – Lebensmittel

glutamin-lebensmittel

Glutamin kommt auf natürliche Weise in vielen proteinreichen Lebensmitteln vor. Wir nehmen die Aminosäure somit unbewusst Tag für Tag mit der Ernährung auf. In der Regel enthält eine ausgewogene Ernährung zwischen 3 und 6 g Glutamin am Tag (22).

Glutaminsäure ist sehr eng mit Glutamin verwandt und wird im Körper dahingehend umgewandelt. Eine separate Auflistung der beiden Stoffe ist aufgrund ihrer Gleichartigkeit nur schwer möglich. Daher findest du in der nachfolgenden Übersicht die 10 Lebensmittel mit dem höchsten Glutaminsäureanteil (23).

 

Lebensmittel (100g)

Glutaminsäure (mg)

Sojabohnen

6.490

Gouda

6.289

Dinkelmehl

5.170

Nudeln

4.490

Schweinehackfleisch

4.410

Rinderfilet

4.000

Thunfisch

3.510

Limabohnen

3.330

Alaska Seelachs

3.020

Weizenvollkornbrot

2.380

 

Es kann für Menschen aus einer Risikogruppe zwar Sinn ergeben die Ernährung hingehend einer höheren Glutaminaufnahme umzustellen. Nahrungsergänzungsmittel eignen sich für diesen Zweck jedoch meist besser. Sie bieten eine relativ kostengünstige und einfache Möglichkeit die Aminosäure gezielt einzunehmen.

Darreichungsformen

Glutamin ist auf dem Markt in drei wesentlichen Darreichungsformen erhältlich. Diese setzen sich wie folgt zusammen:

  • Glutamin Kapseln
  • Glutamin Tabletten
  • Glutamin Pulver

Im Folgenden werden wir genauer beleuchten, wo die Unterschiede dieser Darreichungsformen liegen und welche Vor- und Nachteile sie mit sich bringen. Für jeden Anwendungsfall sind unterschiedliche Produkte von Vorteil.

Glutamin Kapseln

Kaufst du Glutamin in Kapseln, so erhältst du das Nahrungsergänzungsmittel in Reinform. Die Hülle der Kapseln besteht meistens aus einem Zellulosegeflecht oder Gelatine. Hierdurch wird gewährleistet, dass die Kapseln sich im Magen zersetzen und der Körper die Aminosäure aufnehmen kann.

Die Gelatine zur Herstellung von Kapseln wird meist aus der Schlachtung von Schweinen oder Rindern gewonnen. Das Zellulosegeflecht besteht wiederum aus rein pflanzlichen Stoffen.

Häufig werden den Kapseln noch andere Zusatzstoffe und Trennmittel wie Magnesiumstearat beigemischt. In hochwertigen Kapselpräparaten wird auf diesen Zusatz verzichtet. Hier ist ausschließlich das reine Glutamin Pulver enthalten.

Der Mundraum kommt bei dieser Einnahmemethode mit der Aminosäure nicht in Kontakt, wodurch einem der evtl. gewöhnungsbedürftige Geschmack erspart bleibt. Eine kontinuierliche Einnahme wird dadurch vereinfacht.

Auch unterwegs ist die Einnahme von Kapseln einfacher, als dies bei anderen Darreichungsformen der Fall ist. Es handelt sich dementsprechend um die pflegeleichteste Methode der Einnahme.

Die Dosierung ist bei Kapselpräparaten ohne großen Aufwand immer nur in fixen Abständen möglich. Bei individuellen Dosierungen im Bereich zwischen der enthaltenen Menge zweier Kapseln, stellt ein Pulver-Präparat die bessere Option dar.

Falls erwünscht, sollte beim Kauf von Glutamin Kapseln darauf geachtet werden, dass diese vegan, laborgeprüft und gegebenenfalls glutenfrei sind.

Ein kleiner Nachteil von Kapseln liegt darin, dass Menschen mit Schluckbeschwerden die Einnahme erschwert wird.

In der folgenden Übersicht beleuchten wir die Vor- und Nachteile von Glutamin in Kapselform.

Vorteile glutamin-kapseln-vorteile

Nachteile glutamin-kapseln-nachteile

Simple Einnahme

Etwas teurer als Pulver

Geschmacklos

Bedingt individuell dosierbar

Vordosiert

 

Für unterwegs geeignet

 

Glutamin Tabletten

Glutamin Tabletten ähneln sehr den Kapseln. Sie bieten mit der sehr einfachen Einnahme und dem neutralen Geschmack die gleichen Vorteile.

Zudem eignen sie sich ebenfalls sehr gut für unterwegs. Viele Hersteller pressen in die Oberfläche der Tablette eine Bruchkerbe, welche die individuelle Dosierung bedingt möglich macht.

Ähnlich wie Kapseln, enthalten Tabletten den Wirkstoff der Aminosäure in Reinform. Das sorgt für den höchstmöglichen Wirkungsgrad bei moderater Dosierung.

Ein entscheidender Unterschied im Vergleich zu Kapseln ist, dass qualitativ schlechten Tabletten oft mehr Zusatzstoffe beigemengt werden. Vor allem Stärke, Zucker, Gelatine oder Fette sind teilweise enthalten. Diese bringen ggf. das Risiko mit sich, allergische Reaktionen auszulösen.

Auch Menschen mit Unverträglichkeiten können hier bei der Einnahme Probleme bekommen. Hochwertige Tabletten-Präparate enthalten jedoch kaum Zusatzstoffe. Preislich unterscheiden sich Kapseln und Tabletten in der Regel kaum.

Vor allem für Veganer stellen Tabletten eine gute Alternative dar. Der Grund dafür ist, dass für die Herstellung keine Gelatine verwendet wird. Die Gelatine zur Herstellung von Kapseln wird meist aus der Schlachtung von Schweinen oder Rindern gewonnen. Das Zellulosegeflecht besteht wiederum aus rein pflanzlichen Stoffen.

Auch bei Tabletten können Menschen mit Schluckbeschwerden Probleme bei der Einnahme haben.

Nachfolgend findest du die Vor- und Nachteile von Glutamin Tabletten in unserer Übersicht.

Vorteile glutamin-tabletten-vorteile

Nachteile glutamin-tabletten-nachteile

Simple Einnahme

Individuelle Dosierung bedingt möglich

Geschmacklos

Eventuell mehr Zusatzstoffe

Vordosiert

 

Für unterwegs geeignet

 

Glutamin Pulver

Beim Erwerb dieser Darreichungsform erhältst du Glutamin in Pulverform. Ein großer Vorteil von Pulver liegt in den geringen Anteilen an Zusatzstoffen, die in dem Präparat enthalten sind. In seltenen Fällen sind dem Pulver der Aminosäure Süßungsmittel beigemengt. Diese verbessern den Geschmack und erleichtern somit die Einnahme.

Pulver-Präparate haben in der Regel das beste Preis,- Leistungsverhältnis aller auf dem Markt erhältlichen Darreichungsformen. Zudem bietet Pulver die Möglichkeit, die Dosis komplett individuell anzupassen. Bei Kapseln ist dies nur eingeschränkt möglich.

Glutamin Pulver wird nicht von einer Gelatinehülle umschlossen, was diese Darreichungsform für Veganer geeigneter macht. Es ist nämlich häufig der Fall, dass Hersteller Gelatinekapseln für die Herstellung ihrer Nahrungsergänzungsmittel verwenden.

Meistens ist dem Pulver eine Dosierhilfe mitgeliefert. Sie sorgt dafür, dass die gewünschte Dosis leicht abzumessen ist.

In der Regel wird Pulver in Verbindung mit Flüssigkeiten eingenommen. Hierfür kann man herkömmliches Wasser oder Fruchtsäfte verwenden. Säfte überdecken effektiv den Eigengeschmack des Glutamin Pulvers. Das Pulver kann bei Bedarf auch in Speisen eingerührt werden. Im Prinzip sind den Möglichkeiten aber keine Grenzen gesetzt.

Vorteile glutamin-pulver-vorteile

Nachteile glutamin-pulver-nachteile

Dosierung individuell anpassbar

Aufwendigere Zubereitung

Größere Anwendungsvielfalt

Ggf. gewöhnungsbedürftiger Geschmack

Meistens ohne Zusatzstoffe

 

Glutamin kaufen – darauf sollte man achten

Glutamin kann ganz einfach überall online erworben werden. Auf dem Markt ist die Aminosäure in vielen verschieden Formen erhältlich. Abhängig vom Grund der Einnahme, kann man zwischen den vielen verschiedenen Darreichungsformen wählen.

Kapseln stellen meistens die beliebteste Einnahmeform dar. Je nach Darreichungsform, gibt es dennoch einige Dinge beim Kauf von Glutamin zu beachten. Wir haben Kriterien zusammengestellt die es beim Kauf zu beachten gilt.

Herkunftsland / Hersteller

Eine entscheidende Rolle spielt das Herkunftsland. Glutamin, welches nicht aus dem deutschen Raum oder der EU stammt, unterliegt auch nicht dessen Zulassungsstandards. Bei so einem Kauf ist ungewiss wie rein das Produkt ist und welche Dosierungen das Präparat enthält.

Hier sollte Vorsicht geboten sein. Häufig sind Präparate aus dem Ausland höher dosiert. In einigen Fällen sind dem Präparat auch unerwünschte Zusatzstoffe und Trennmittel beigemengt.

Dosierungsangaben

Um keine unerwünschten Nebenwirkungen durch die Einnahme von Glutamin zu erfahren, ist die Angabe von empfohlenen Dosierungen auf der Verpackung wichtig. In Deutschland sind Hersteller von Pharma-Produkten und Nahrungsergänzungsmitteln dazu verpflichtet diese Angabe zu tätigen.

Beziehst du dein Produkt also aus Deutschland, ist hier nichts zu befürchten. Obwohl die Gefahr von Nebenwirkungen bei Aminosäuren sehr gering ist, sollten die vom Hersteller angegeben Dosierungsempfehlungen eingehalten werden.

Inhaltsstoffe

Beim Erwerb eines Glutamin Präparats sollte den Inhaltsstoffen besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden. Vor allem für Menschen mit Unverträglichkeiten bzw. Allergien spielt das eine wichtige Rolle. Häufig wird in den Produktbeschreibungen ausgewiesen, ob diese für Allergiker geeignet sind.

Im Optimalfall enthält das Produkt keine unerwünschten Zusätze wie bestimmte Trennmittel, Aromen, Stabilisatoren, Konservierungsstoffe oder Magnesiumstearat.

Häufig sind Trennmittel wie Rieselhilfen oder andere Trägerstoffe erforderlich, weil Pulver hygroskopische Eigenschaften besitzt. Substanzen mit hygroskopischen Eigenschaften neigen dazu viel Feuchtigkeit aus der Umgebungsatmosphäre aufzusaugen. Das ist der Grund für das häufige Verklumpen von Pulver.

Um das Verklumpen bei der Herstellung zu verhindern, wird auf diese Stoffe zurückgegriffen. Reis-Extrakt stellt hier die natürlichste Trennmittel-Alternative dar. Häufig wird aber auch das Polysaccharid Maltodextrin verwendet, um dem Verklumpen vorzubeugen. Diabetiker müssen sich allerdings keine Sorgen machen. Die verwendete Menge ist so gering, dass die Einnahme von Kapseln oder Pulver keine Auswirkungen auf den Insulinspiegel hat.

Darüber hinaus sollten Menschen mit einer Laktoseintoleranz oder einer Glutenunverträglichkeit darauf achten, dass das Produkt frei von Gluten oder Laktose ist.

Um den Geschmack zu verbessern, enthalten manche Präparate Zuckerzusätze oder Zuckerersatzstoffe. Abhängig von den persönlichen Präferenzen, sollte auch dies berücksichtigt werden.

Reinheitsgrad

Beim Erwerb von Glutaminprodukten, spielt der Reinheitsgrad der enthaltenen Wirkstoffe eine wichtige Rolle. Die in Deutschland oder der EU hergestellten Erzeugnisse weisen in der Regel eine sehr hohe Qualität bei hohem Reinheitsgrad auf.

Hierbei gilt: Umso reiner das im Produkt enthaltene Pulver, desto weniger muss der Organismus davon zu sich nehmen. Häufig kann sich das in einem höheren Preis äußern, weshalb man beim Kauf nicht zu geizig sein sollte.

Höhere Qualitätsstandards können weitere Vorteile mit sich bringen. Diese führen dazu, dass das Supplement frei von Schwermetallen, Schimmelpilzen, E-Coli Bakterien, Salmonellen oder anderen belastenden Schadstoffen ist.

Nahrungsergänzungsmittel aus Deutschland oder der EU unterliegen speziellen Herstellungsstandards die eine hohe Qualität gewährleisten. Die Einhaltung dieser Standards wird herstellerseitig mit Zertifizierungen angegeben.

Preis

Wenn du mit den Eigenschaften des Präparats zufrieden bist, kannst du einen Blick auf den Preis werfen. Die Qualitätsunterschiede bei Glutamin Präparaten sind in der Regel nicht sehr groß, insofern das Produkt in der EU hergestellt wurde. Daher sind auch keine großen Qualitätseinbußen bei günstigeren Produkten zu erwarten.

Man sollte allerdings darauf Acht geben, wie sich ein günstigerer Preis rechtfertigt. Wenn beispielsweise viele Zusatzstoffe enthalten sind oder der Hersteller nicht aus der EU kommt, sollte man ggf. die Finger von dem Produkt lassen. Auch wenn ein niedriger Preis verlockend wirkt.

Glutamin – Erfahrungen

Das Internet ist voll von Erfahrungsberichten vieler Anwender. Sowohl im Amazon Bewertungsbereich, als auch in Foren wird über die Anwendung und Wirkung von Glutamin berichtet. Während viele die Aminosäure wegen der angeblich positiven Auswirkungen auf die Muskulatur einsetzen, nutzen andere Glutamin um die Darmgesundheit zu verbessern.

Obwohl es in Studien nicht eindeutig bestätigt werden konnte, berichten viele von einer verbesserten Regenerationsfähigkeit der Muskulatur und mehr Leistung beim Krafttraining. Es ist nicht auszuschließen, dass es sich hierbei um Placeboeffekte handelt.

Manche Anwender schreiben von einer besseren Darmgesundheit und weniger Luft im Bauch. Dies deckt sich mit den vielen Studien, in welchen die positiven Effekte von Glutamin auf den Darm nachgewiesen wurden.

Als besonders beliebt gelten Kapselpräparate. Diese erleichtern die regelmäßige Einnahme enorm. Zudem besitzt Glutamin Pulver einen sehr starken Ammoniakgeruch, wodurch eine angenehme Einnahme schwer möglich ist. Kapseln sind in der Regel völlig geruchlos.

Wusstest du schon?

Glutamin ist empfindlich

Glutamin ist nicht sehr Hitzeresistent. Besonders beim Braten und Kochen proteinreicher Lebensmittel geht ein gewisser Teil verloren. In den meisten Fällen lässt sich dies zwar nicht vermeiden, jedoch sollte man dies berücksichtigen, wenn man seine Glutaminzufuhr genau nachvollziehen möchte.

Fazit

Anders als allgemein angenommen ist die positive Wirkung von Glutamin auf den Kraftsport eher minimal. Daher macht eine Nahrungsergänzung mit dem Ziel die Regeneration oder das Wachstum der Muskeln zu verbessern, wenig Sinn.

Dennoch kann der Aminosäure zwei besonders nützlicher Wirkungsbereiche zugeschrieben werden: das Immunsystem und der Darm. Dies ist darauf zurückzuführen, dass Glutamin den Immun- und Darmzellen als wichtige Energiequelle dient.

Besonders für Menschen einer Risikogruppe wie zum Beispiel Leistungssportler, sowie erkrankte- oder alte Personen, kann ein erhöhter Bedarf bestehen. Durch eine Nahrungsergänzung mit Glutamin kann einem Mangel vorgebeugt werden um potentiellen Mangelerscheinungen zu entgehen.

Junge und gesunde Menschen nehmen in der Regel ausreichende Mengen der Aminosäure über die Nahrung auf. Zudem ist ein junger Körper sehr gut in der Lage Glutamin aus Glutaminsäure zu bilden. Diese beiden Aspekte machen eine Supplementation nicht unbedingt notwendig.

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