Heilpilze erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Die Wirkungsbereiche der unzähligen Pilze sind dabei sehr vielseitig. Dem chinesischen Raupenpilz „Cordyceps sinensis“ werden besonders viele Wirkungen nachgesagt.

Er soll beispielsweise Anti-Tumor Eigenschaften besitzen und besonders interessant für Diabetiker oder Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen sein. Doch welche dieser Wirkungen wurde bisher wissenschaftlich bewiesen? Das wollen wir in diesem Beitrag klären.

Zusätzlich zeigen wir dir anhand verschiedener Kaufkriterien welches die besten Cordyceps Produkte sind.

Das Wichtigste in Kürze

  • Gehört zur Gattung der Schlauchpilze
  • Parasitärer Pilz
  • Wird auch Raupenpilz oder Keulenpilz genannt
  • Besitzt vor allem eine antioxidative- und entzündungshemmende Wirkung

Die besten Cordyceps Produkte

Die besten Cordyceps Kapseln

Vit4ever Cordyceps 4000 Intenso

Die Cordyceps Kapseln des qualitativ hochwertigen deutschen Herstellers Vit4ever überzeugen in vielerlei Hinsicht. Zum einen enthalten die Kapseln eine sehr gute Dosierung von 500 mg Cordyceps sinsensis Extrakt pro Kapsel. Laut Hersteller entspricht dies etwa 4000 mg Cordyceps Pulver. Zum anderen ist das Produkt komplett frei von Zusatzstoffen und aufgrund der pflanzlichen Kapselhülle zu 100% Vegan. Bei empfohlener Einnahme reichen die Kapseln für 3 Monate aus.

Einnahmeempfehlung

Der Hersteller empfiehlt täglich 2 Kapseln (á 500 mg) mit zusammen mit einem Glas Wasser einzunehmen.

Inhaltsstoffe

Die Kapseln enthalten neben Cordyceps sinensis Extrakt eine Reis Extrakt Mischung als Trennmittel. Die Kapselhülle besteht aus pflanzlicher Hydroxypropylmethylcellulose.

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Das beste Cordyceps Pulver

Tausendkraut Cordyceps Pulver

Das Cordyceps Pulver des Herstellers Tausendkraut besitzt ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis. Im Gegensatz zu anderen Herstellern bietet dieses Produkt eine sehr transparente Auflistung der Inhaltsstoffe und Herkunft. Zudem ist das Pulver ist frei von Zusatzstoffen und Laborgeprüft. Bei empfohlener Einnahme reicht es für etwa 2 Monate aus.

Einnahmeempfehlung

Der Hersteller empfiehlt zweimal täglich 1 – 2 Teelöffel (ca. 3 g) des Pulvers in Wasser, Müsli, Joghurt, Saft oder einem beliebigen Lebensmittel einzurühren.

Inhaltsstoffe

Das Produkt besteht zu 100% aus Cordyceps sinsensis Pulver und enthält keine weiteren Zusatzstoffe.

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Was ist Cordyceps?

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Cordyceps (botanischer Name Cordyceps sinensis) zählt zu den Schlauchpilzen und trägt auch den Namen „Raupenpilz“. Wie diese Bezeichnung vermuten lässt, handelt es sich dabei nicht um einen gewöhnlichen Pilz, welcher auf dem Waldboden oder an toten Bäumen zu finden ist.

Denn der auch als Heilpilz einzuordnende Pilz ist ein Parasit der vor allem Raupen von Schmetterlingen befällt und sich in deren inneren ausbreitet. Vorwiegend ist der Pilz im Himalaya Gebirge auf Höhen von bis zu 5000 Metern zu finden. Dort nistet er sich in den im Boden vorkommenden Larven ein. Wenn sich nach mehreren Monaten daraus der keulenförmige Fruchtkörper bildet, sieht es so aus als würde der Pilz aus dem Boden wachsen.

Aufgrund seiner Seltenheit wird Cordyceps sinensis pro Kilo teilweise für mehrere tausend Euro gehandelt. Mittlerweile gibt es jedoch Betriebe die sich auf die Kultivierung des Pilzes spezialisiert haben. Diese Zuchtpilze tragen den Namen Cordyceps CS-4 und besitzen nahezu die gleichen gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe. Aufgrund der Züchtung werden sie zu einem deutlich geringeren Preis angeboten und sind für jeden erschwinglich.

Insgesamt wurden mehr als 400 verschiedene Arten des Pilzes entdeckt. Die bekanntesten und am weitesten verbreiteten sind jedoch Cordyceps sinsensis und Cordyceps militaris, auf die wir gleich genauer eingehen werden.

Cordyceps ist vor allem als Extrakt in Pulver- oder Kapselform sehr beliebt. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass der Pilz eine beachtliche Anzahl an Inhaltsstoffen besitzt, welche durch den Extrakt in konzentrierter Form aufgenommen werden können.

Wusstest du schon?

Der Name Cordyceps leitet sich aus den griechischen Wörtern cordyle (Keule) und ceps (Kopf) ab. Grund dafür ist, dass die Form des Pilzes an eine Keule erinnert.

Cordyceps sinensis, militaris und CS-4

Cordyceps sinensis

Cordyceps sinensis, auch chinesischer Raupenpilz genannt, ist ausschließlich im tibetanischen Hochland zu finden. Aufgrund dieser Tatsache ist Pilz sehr selten und preislich mit Kaviar oder Trüffeln gleichzusetzen.

Cordyceps sinensis CS-4

Aufgrund der Seltenheit des wildwachsenden Cordyceps sinensis wurde nach einer Option gesund den Pilz zu kultivieren. Dabei ergab sich die Möglichkeit, dass der CS-4 Stamm aus dem Myzel des Raupenpilzes isoliert und anschließend in einer Nährlösung zu dem späteren Pilz heranwachsten kann.

Die Wirkstoffe des Pilzes unterscheiden sich im Vergleich zur wildwachsenden Variante kaum, weshalb sich diese kultivierte Form sehr gut für Nahrungsergänzungsmittel eignet.

Cordyceps militaris

Im Gegensatz zu Cordyceps sinensis ist Cordyceps militaris auch in Europa oder Amerika zu finden. Zwar besitzen die beiden Arten sehr ähnliche Wirkstoffe, jedoch wird diese Art eher selten in Form eines Nahrungsergänzungsmittels verwendet.

Cordyceps – Inhaltsstoffe

Cordyceps besitzt eine sehr vielseitige Liste an Inhaltsstoffen. Neben vielen essenziellen Aminosäuren und einer Menge Pflanzenstoffe, gilt vor allem das enthaltene Cordycepin als Hauptwirkstoff.

Die folgenden Wirkstoffe sind in Cordyceps enthalten (1, 2)

  • Nukleoside (Cordycepin, Adenosin)
  • Nukleobasen (Cytosin, Uracil, Thymin, Adenin, Guanin und Hypoxanthin)
  • Nukleotide (UMP, AMP, GMP)
  • Polysaccharide (EPSF, APS, CPS-1, CPS-2)
  • Sterole und Ergosterole
  • Verschiedene pflanzliche Proteine
  • Polypeptide und Aminosäuren (Cordymin, Tryptophan, Arginin, Lysin, Tyrosin)
  • Mineralstoffe und Spurenelemente (Zink, Magnesium, Mangan)

Insgesamt sorgt die Vielzahl an Wirkstoffen für sehr verschiedene Wirkungsbereiche. Die meisten Wirkungen sind jedoch auf die enthaltenen Polysaccharide zurückzuführen.

Cordyceps – Wirkung

Cordyceps wird von Heilpraktikern gerne empfohlen um verschiedene Symptome zu lindern. Auch in der traditionellen chinesischen Medizin wird der Raupenpilz seit Jahrhunderten zur Behandlung eingesetzt. Von der Steigerung der Libido, über die Linderung von Muskelschmerzen bis zur Verbesserung der allgemeinen Durchblutung ist alles dabei.

Manche dieser Wirkungsbereiche sind bereits wissenschaftlich bewiesen, während es bei anderen noch an Beweisen mangelt. Nachfolgend erfährst du auf Basis aktueller Studien in welchen Fällen Cordyceps wirklich helfen kann.

Besitzt antioxidative Eigenschaften

Die in Cordyceps enthaltenen Substanzen besitzen eine antioxidative Wirkung. Hauptverantwortlich dafür sind vor allem die Polysaccharide.

Bei Substanzen mit antioxidativen Eigenschaften spricht man auch von Antioxidantien. Diese sorgen dafür, dass freie Radikale, welche oxidative Schäden an den Zellen im Körper verursachen, unschädlich gemacht werden. Dies gelingt ihnen, indem sie den freien Radikalen ein fehlendes Elektron bieten. Dadurch werden sie für die körpereigenen Zellen unschädlich gemacht.

Freie Radikale entstehen beispielsweise durch eine ungesunde Lebensweise oder UV-Strahlung. Es ist bekannt, dass sie Entzündungen begünstigen und sogar eine Teilschuld am Krebswachstum tragen können (3).

Der Großteil der nun folgenden Wirkungsbereiche ist daher vorwiegend auf die antioxidativen Eigenschaften der Polysaccharide zurückzuführen.

Unter anderem zeigte sich in einer Studie an Mäusen, dass die Polysaccharide dazu beitragen können den Alterungsprozess zu verlangsamen indem das Gedächtnis und die Sexualfunktion weniger abnimmt (4, 5).

Dies wird durch eine weitere Studie untermauert, bei der Mäuse denen Cordyceps verabreicht wurde eine längere Lebensdauer hatten als die Placebogruppe (6).

Zusammenfassung:

Die in Cordyceps enthaltenen Polysaccharide besitzen eine starke antioxidative Wirkung. In Tierstudien könnte dies zudem zu einer Verlangsamung des Alterungsprozesses führen.

Kann Entzündungshemmend wirken

Eine Entzündung ist eine Reaktion des Körpers auf schädliche Reize. Diese äußern sich zumeist in einer Schwellung und Rötung des Entzündungsbereichs. Grund dafür ist, dass sich die Blutgefäße erweitern um eine bessere Durchblutung zu gewähren und den betroffenen Bereich zur versorgen.

Im Prinzip sind Entzündungen also nichts Schlechtes. Unter bestimmten Umständen können sie jedoch chronisch werden und Krankheiten verursachen. Substanzen die entzündungshemmende Eigenschaftenbesitzen, sind also prinzipiell positiv zu sehen.

Es gibt Anzeichen darauf, dass auch Cordyceps Entzündungshemmend wirkt. In Studien zeigte sich, dass das enthaltene Nukleosid Cordycepin dazu beitragen kann die Bildung von Schlüsselenzymen einer Entzündung zu hemmen (7).

Auch Mäuse mit Asthma wurden auf die Wirksamkeit des Raupenpilzes in Bezug auf Entzündungen untersucht. Dabei stellte man fest, dass Entzündungen der Atemwege verringert wurden (8).

Zusammenfassung:

Die in Cordyceps enthaltene Substanz Cordycepin erwies sich in Studien als wirksam um die Entstehung von Schlüsselenzymen einer Entzündung zu hemmen. Dies wurde einerseits an Rheumapatienten und andererseits in Tierstudien festgestellt.

Besitzt Anti-Tumor Eigenschaften

ist dabei stark abhängig von dem betroffenen Bereich. Während Lungen-, Brust- und Darmkrebs als tödlichste Krebsarten gelten, verlaufen Tumore im Bereich der Speiseröhre oder des Rachens meistens harmlos.

Obwohl die Zahlen der Krebserkrankungen aufgrund der immer älter werdenden Bevölkerung jährlich steigen, verringert sich das Risiko an Krebs zu sterben in Deutschland immer mehr. Grund dafür sind bessere Früherkennungsmaßnahmen und Behandlungsmöglichkeiten.

Zwar stellt Cordyceps kein Heilmittel gegen Krebs dar, jedoch besitzt der Heilpilz auf verschiedene Weise Anti-Tumor-Wirkungen. Vor allem die enthaltenen Polysaccharide haben eine krebshemmende Aktivität. Dies ist unter anderem auf die antioxidativen Eigenschaften zurückzuführen (9).

Darüber hinaus besitzen auch die enthaltenen Sterole und Adenosin eine Anti-Tumor-Aktivität. Insgesamt wird die krebshemmende Wirkung aber durch verschiedene Faktoren bedingt. Dazu zählen die Stärkung des Immunsystems, antioxidative Eigenschaften sowie die Hemmung der Neubildung von Blutgefäßen im Krebsgewebe. Auch der Zelltod wird durch unterschiedliche Substanzen des Raupenpilzes angeregt.

In Reagenzglasstudien wurden diese Effekte in Bezug auf die Lunge und den Darm nachgewiesen (10, 11).

Cordyceps kann zudem bei einer sogenannten Leukopenie helfen. Diese tritt häufig nach einer Chemotherapie auf und bedeutet, dass die Zahl der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) abnimmt. Da diese maßgeblich an der Immunfunktion beteiligt sind, werden die Abwehrkräfte stark beeinträchtigt.

In einer Tierstudie erwies sich Cordyceps nach einer Chemotherapie als nützlich um eine Leukopenie umzukehren und somit die Komplikationen zu verringern (12). Da es sich dabei jedoch um eine Tierstudie handelt, sollte bedacht werden, dass dies nicht 1 zu 1 auf den Menschen übertragbar ist. Um diese Wirkung zu bestätigen sind weitere Forschungen notwendig.

Zusammenfassung:

Cordyceps kann durch seine vielzähligen Wirkstoffe auf verschiedene Weise dafür sorgen, dass das Krebswachstum gehemmt wird. Zudem erwies sich der Raupenpilz in Tierstudien als hilfreich um Symptome einer Leukopenie zu verbessern.

Kann hilfreich bei Typ 2 Diabetes sein

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Bei Diabetes handelt es sich um eine Krankheit, bei welcher das Hormon Insulin entweder nicht produziert wird oder der Körper nicht darauf reagiert. Insulin ist dafür verantwortlich Glukose in die Zellen zu transportieren und die Energiegewinnung zu veranlassen.

Bei einer mangelnden Insulinfunktion verbleibt die Glukose im Blut und kann zu einem erhöhten Blutzuckerspiegel führen. Auf Dauer kann dies zu Gesundheitsproblemen führen. Betroffene Personen müssen deshalb den Blutzuckerspiegel ständig kontrollieren und ggf. Insulin spritzen.

Mehrere Tierstudien haben gezeigt, dass Cordyceps für eine Verbesserung der Insulinempfindlichkeit sorgen kann. Die Wissenschaftler vermuten, dass die enthaltenen Polysaccharide dafür verantwortlich sind (13).

In einer Studie an Ratten mit Diabetes gab es Hinweise darauf, dass die Verabreichung von Cordyceps die diabetesinduzierte Gewichtsabnahme und den Blutzuckerspiegel verringerte (14).

Zusammenfassung:

Cordyceps kann die Insulinempfindlichkeit verbessern und dadurch die Blutzuckerkontrolle erleichtern. In Tierstudien zeigte sich zudem eine Verringerung des Blutzuckerspiegels.

Kann das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind mit 40% die häufigste Todesursache in Deutschland. Maßgeblich verantwortlich für Krankheiten wie Bluthochdruck, Herzschwäche oder Diabetes ist dabei der Lebensstil. Wer ungesund lebt indem er wenig Sport betreibt und sich schlecht ernährt, für den steigt das Risiko eine entsprechende Erkrankung zu erleiden.

In China ist Cordyceps zwar für die Behandlung von Herzrhythmusstörungen zugelassen, jedoch wurden viele Studien in Bezug auf die Wirksamkeit nur an Tieren durchgeführt. In diesen Studien zeigte sich aber bereits, dass der Heilpilz positiv auf den Blutdruck und den Herzrhythmus wirkt (15).

Darüber hinaus besitzt Cordyceps einen Einfluss auf den Cholesterinspiegel. Die LDL-Cholesterinwerte, welches auch als „schlechtes“ Cholesterin bezeichnet wird, konnten bei Ratten durch die Einnahme des Pilzes gesenkt werden. Auch der Triglyceridspiegel, welcher die Blutfettwerte beschreibt und ein Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist, ließ sich durch eine Einnahme bei Mäusen besser regulieren (16).

Es gibt zwar auch Humanstudien die diese Wirkung teilweise belegen, jedoch ist die Anzahl eher gering (17).

Daher sollten weitere Forschungsergebnisse abgewartet werden um die Wirkung beim Menschen eindeutig zu bestätigen.

Zusammenfassung:

Cordyceps konnte in Tierstudien auf verschiedenem Wege das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken. Die Wirkung auf den Blutdruck, Cholesterin- und Triglyceridspiegel gelten als Hauptmerkmale dafür.

Kann die Fruchtbarkeit steigern

Sowohl bei Männern, als auch bei Frauen lassen mit zunehmendem Alter die Geschlechtshormone nach. Aus diesem Grund steigt die Nachfrage nach natürlichen Potenzmitteln immer mehr.

Schon vor über 30 Jahren wurde nachgewiesen, dass Cordyceps eine gewisse libidosteigernde Funktion besitzt. Dies ist vorwiegend darauf zurückzuführen, dass die Biosynthese der weiblichen und männlichen Steroidhormone verbessert wird.

In einer relativ aktuellen Tierstudie konnte zudem an Schweinen nachgewiesen werden, dass durch eine Einnahme von Cordyceps militaris eine signifikante Verbesserung der Spermienqualität und Spermiengesamtzahl eintrat (18).

Zusammenfassung:

Cordyceps kann die Biosynthese der Steroidhormone steigern. Zudem wurde in einer Tierstudie bestätigt, dass es die Spermienqualität und –Anzahl steigert.

Cordyceps – Nebenwirkungen

Kein Mittel ist Nebenwirkungsfrei. Cordyceps kommt dem jedoch sehr nahe. In den bisher durchgeführten Studien wurden so gut wie keine Nebenwirkungen festgestellt. In Ausnahmefällen kam es zu Übelkeit oder Durchfall, wobei diese Symptome nicht zuverlässig auf Cordyceps zurückzuführen waren.

Innerhalb dieser Studien wurden Dosierungen im Bereich von 1 – 8 g verwendet. Daraus lässt sich schließen, dass in diesem Dosierungsbereichs nichts zu befürchten ist.

Der Raupenpilz wird zudem seit Jahrhunderten in der traditionellen chinesischen Medizin eingesetzt. Auch in Bezug darauf gibt es kaum nennenswerte Berichte über Nebenwirkungen.

Cordyceps – Dosierung und Einnahme

Bzgl. der Dosierung gibt es keine offiziellen Angaben bestimmter Gesundheitsorganisationen über eine Tagesdosis o.ä. Vielmehr lässt sich eine angemessene Dosierung aus den vielzähligen Studien ableiten. Wie im Absatz zuvor bereits erwähnt, gelten 1 – 8 g als sichere und angemessene Tagesdosis.

Primär sollte immer zuerst die Herstellerempfehlungen beachtet und befolgt werden. Diese Angaben sind in Deutschland verpflichtend. Neben der empfohlenen Tagesdosierung finden sich dort Informationen für Allergiker und eine detaillierte Auflistung der Inhaltsstoffe. Bevor du ein Nahrungsergänzungsmittel einnimmst solltest du also immer einen Blick auf die Etikettierung werfen.

Die Einnahme entsprechender Cordyceps Präparate geschieht täglich und kann entweder in Pulver- oder in Kapselform erfolgen. Die beliebteste und am weitesten verbreitete Einnahmeform sind jedoch die Kapseln. Auf die Unterschiede, sowie Vor- und Nachteile werden wir im Abschnitt „Darreichungsformen“ genauer eingehen.

Tritt bei Cordyceps eine Erstverschlimmerung auf?

Der Begriff „Erstverschlimmerung“ oder „Erstreaktion“ stammt aus der Homöopathie. Es beschreibt den Vorgang, dass sich bei der erstmaligen Einnahme eines Mittels zuerst eine Verschlechterung der Symptome zeigt, bevor es zu einer Verbesserung kommt. Man spricht auch davon, dass dies ein Zeichen der richtigen Arzneimittelwahl ist, da der Körper beginnt darauf zu reagieren.

In den meisten Fällen klingt eine Erstverschlimmerung nach wenigen Stunden wieder ab und die Verschlechterung lässt nach. Die Gefahr bei einer Erstverschlimmerung besteht darin, dass der Grat zwischen ernsthaften Wechsel- oder Nebenwirkungen und einer „normalen Erstverschlimmerung“ für einen Laien nicht immer zu erkennen sind. Diese Aufgabe sollte stets einem erfahrenen Therapeuten überlassen werden.

Bei Cordyceps tritt in der Regel keine Erstverschlimmerung auf. Dies bestätigen auch die untersuchten Studien, bei denen in keiner von einer negativen Erstreaktion berichtet wurde. Der Heilpilz kann also auch bedenkenlos ohne Aufsicht eines Therapeuten o.ä. eingenommen werden.

Darreichungsformen

Cordyceps Kapseln

Cordyceps Kapseln beinhalten zumeist Cordyceps Extrakt als Pulver. Dieses Pulver wird entweder von einer pflanzlichen (HPMC)- oder tierischen (Gelatine) Kapselhülle umschlossen. Bei den üblicherweise erhältlichen Produkten handelt es sich nicht um wildwachsenden Cordyceps sinensis, sondern um die CS-4 Variante.

Diese wird gezüchtet und ist deshalb zu einem normalen Preis erhältlich. Wildwachsender Cordyceps kann nämlich mehrere tausend Euro pro Kilogramm kosten. Cordyceps CS-4 besitzt nahezu die gleichen Wirkstoffe und somit auch die gleiche Wirkung.

Ein großer Vorteil von Kapseln ist die einfache Handhabung. Sie können einfach mit Wasser geschluckt werden und müssen nicht individuell abgewogen werden, wie es bei Pulver der Fall ist. Aus diesem Grund handelt es sich auch um eine gute Einnahmemöglichkeit für unterwegs.

Darüber hinaus besitzen Kapseln in der Regel keinen Geschmack, wodurch der ggf. unangenehme Eigengeschmack erspart bleibt und die langfristige Einnahme vereinfacht wird.

Wenn du Cordyceps individueller einnehmen möchtest, so eignet sich Pulver besser. Im Gegensatz zu Kapseln kann es nach Wunsch dosiert werden. Zudem bietet es dir die Möglichkeit es auf verschiedenem Wege deinem Körper zuzuführen. Doch dazu im nächsten Abschnitt mehr.

Falls erwünscht, sollte beim Kauf von Cordyceps Kapseln darauf geachtet werden, dass diese vegan, laborgeprüft und gegebenenfalls glutenfrei sind.

In der folgenden Übersicht findest du die Vor- und Nachteile von Cordyceps in Kapselform.

Vorteile cordyceps-kapseln-vorteile

Nachteile cordyceps-kapseln-nachteile

Simple Einnahme

Nicht individuell dosierbar

Geschmacklos

 

Vordosiert

 

Eignet sich für unterwegs

 

Cordyceps Pulver

Bei Cordyceps Pulver handelt es sich um die natürlichste Form der Einnahme. Für die Herstellung wird der Fruchtkörper des Pilzes getrocknet und anschließend gemahlen. Durch diese einfache Herstellung sind in der Regel keine weiteren Zusatzstoffe enthalten. Darüber hinaus besitzt Pulver zumeist das beste Preis-/Leistungsverhältnis.

Wie bereits erwähnt, ist die flexible Anwendungs- und Einnahmemöglichkeit ein weiterer großer Vorteil. Die Dosierung lässt sich nach Bedarf anpassen und anschließend sowohl in Getränken, als auch in Speisen vermischt einnehmen. Durch das mixen mit Getränken oder Speisen wird der Eigengeschmack effektiv überdeckt. Zum Dosieren wird dem Pulver meistens eine Dosierhilfe in Form eines Messlöffels mitgeliefert.

Da Pulver nicht von einer Gelatinehülle umschlossen wird, mach es diese Darreichungsform für Veganer geeigneter. Es ist nämlich häufig der Fall, dass Hersteller Gelatinekapseln aus tierischen Quellen für die Herstellung ihrer Nahrungsergänzungsmittel verwenden.

Nachfolgend findest du die Vor- und Nachteile von Cordyceps Pulver zusammengefasst.

Vorteile cordyceps-pulver-vorteile

Nachteile cordyceps-pulver-nachteile

In der Regel ohne Zusatzstoffe

„Aufwendige“ Zubereitung

Vielseitige Anwendungsmöglichkeit

 

Individuell dosierbar

 

Worauf sollte man beim Kauf von Cordyceps achten?

cordyceps-kaufen

Pilzart

Es gibt über 400 verschiedene Arten des Raupenpilzes. Cordyceps sinensis und Cordyceps militaris sind am weitesten verbreitet und bisher am meisten untersucht worden. Während Cordyceps sinensis ausschließlich im tibetanischen Hochland zu finden ist, kann man Cordyceps militaris auch in Europa oder Amerika finden.

Aus den bisherigen Untersuchungen wissen wir, dass die beiden Arten einen sehr ähnlichen Wirkstoffgehalt besitzen. Dennoch findest du in Form eines Nahrungsergänzungsmittels vorwiegend Cordyceps sinensis, welcher in kultivierter Form auch den Namen Cordyceps sinensis CS-4 trägt.

Dosierung

Bei Pulverpräparaten kann die Dosierung vorerst außen vorgelassen werden, da sich die Dosierung sowieso individuell anpassen lässt. Kapseln sind hingegen vordosiert, weshalb du darauf achten solltest welche Dosis eine Kapsel enthält.

Dies ist beispielsweise entscheidend, wenn du eine bestimmte tägliche Einnahmemenge anstrebst die du erreichen möchtest.

Herkunftsland / Hersteller

Da Cordyceps sinensis in seiner natürlichen Form immer seltener wird und daher einen extrem hohen Preis besitzt, beinhalten nahezu alle erhältlichen Produkte die kultivierte Variante „Cordyceps CS-4“. Für die Herstellung wird der CS-4 Stamm aus dem Myzel des Raupenpilzes isoliert und anschließend in einer Fermentationsflüssigkeit kultiviert. Der daraus resultierende Pilz wird getrocknet, gemahlen und entweder als Pulver verkauft oder zu Kapseln weiterverarbeitet.

Die Herstellung ist dabei nicht an die Umgebung gebunden und kann im Labor erfolgen. Um ein Produkt nach europäischen Qualitätsstandards zu erhalten, solltest du also darauf achten, dass das Produkt von einem Hersteller aus Europa stammt.

Zwar sind Produkte aus dem EU-Ausland nicht zwingend von minderer Qualität, jedoch sind die Kontrollen in den Herkunftsländern oft nicht so streng wie in Europa.

Preis

Wenn du mit den bisherigen Eigenschaften des Produkts zufrieden bist, kannst du einen Blick auf den Preis werfen. Der Preis von Cordyceps Präparaten liegt meistens zwischen 15 und 25 Euro. Wenn ein Produkt deutlich billiger oder teurer ist, solltest du einen Blick auf die Inhaltsstoffe werfen um herauszufinden, ob es sich nicht um eine schlechte Qualität handelt oder viele Zusatzstoffe enthalten sind.

Wie sind die Erfahrungen mit Cordyceps?

Die Erfahrungsberichte von Anwendern verschiedener Cordyceps Produkte sind sowohl in verschiedenen Foren, als auch in den Produktbewertungen fast ausschließlich positiv. Als Anwendungszweck wird häufig die bessere Blutzuckerkontrolle von Diabetikern genannt. Außerdem verwenden viele den Heilpilz zur Verbesserung der allgemeinen Gesundheit.

Ca. 80% der Anwender berichten von einer bemerkbaren Verbesserung oder Linderung der Symptome. Etwa 20% konnten hingegen kaum eine Wirksamkeit verspüren und merkten an keine weiteren Cordyceps Produkte zu konsumieren.

In Bezug auf den Geschmack von Cordyceps Pulver scheiden sich jedoch die Geister. Während die einen den Geschmack als sehr angenehm empfinden, berichten andere über eine Ungenießbarkeit. Dazu ist jedoch anzumerken, dass dies sehr Produktabhängig berichtet wurde.

Fazit

Cordyceps ist aus Sicht der Wirkung ein echter Allrounder. Die vielseitigen Inhaltsstoffe ermöglichen es dem Anwender den Pilz für verschiedene Ziele einzusetzen. Viele dieser Wirkungsbereiche wurden in Studien bereits am Menschen bestätigt. Andere hingegen konnten bisher nur in Tierstudien festgestellt werden, weshalb weitere Forschungen in diesem Bereich notwendig sind.

Die meisten der Wirkungen sind vorwiegend auf die enthaltenen Polysaccharide und den Hauptwirkstoff Cordycepin zurückzuführen. Aber auch die im Pilz zu findenden Sterole tragen ihren Anteil daran.

Ein großer Vorteil von Cordyceps sind die nahezu nicht vorhandenen Nebenwirkungen. Dies ermöglicht eine bedenkenlose Einnahme in Form eines Kapsel- oder Pulverpräparats auch über einen längeren Zeitraum.

Weltbewegende Veränderungen solltest du durch eine Einnahme zwar nicht erwarten, jedoch spricht die Tatsache für sich, dass bereits viele Menschen durch Linderung verschiedener Symptome eine bessere Lebensqualität erhalten konnten.

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