Magnesiumchlorid (MgCl2) zählt als eine von vielen Magnesiumverbindungen. Es eignet sich besonders um den Magnesium Tagesbedarf zu decken und nebenbei die Gesundheit der Haut zu fördern. Zudem wird dieser Verbindung eine sehr hohe Bioverfügbarkeit zugesprochen, was sie sehr beliebt macht. Wenn du wissen willst wie du Magnesium als Bad, Fußbad, Öl oder Spray einsetzen kannst, dann bist du hier genau richtig. Unsere Experten zeigen dir wie du das meiste aus diesem Mineralstoff herausholst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Magnesiumchlorid ist eine Magnesiumverbindung mit Chlor
  • Verhältnisformen: MgCl2
  • Kann als Bad, Fußbad, Öl oder Spray eingesetzt werden
  • Ist an über 600 Reaktionen im Körper beteiligt

Die besten Magnesiumchlorid Produkte

Das beste Magnesiumchlorid Hexahydrat

Magnesiumchlorid Hexahydrat 5 kg – DIACLEANSHOP

Das Magnesiumchlorid Hexahydrat des Herstellers DIACLEANSHOP kommt in einem sehr ergiebigen 5 kg Plastikeimer daher. Aufgrund der relativ großen Menge, bietet es ein gutes Preis-, Leistungsverhältnis. Der Vorteil dieses Produkts ist, dass es sich sehr vielseitig verwenden lässt. Sowohl Öl und Spray, als auch ein Vollbad oder Fußbad lässt sich aus diesem Pulver herstellen.

Anwendungsempfehlung

Wie du dir ein Magnesiumöl, Spray, Vollbad oder Fußbad aus Magnesiumchlorid selber herstellen kannst, erfährst du in diesem Beitrag.

Inhaltsstoffe

Das Produkt enthält 99 – 100 % Magnesiumchlorid Hexahydrat und entspricht somit Pharmaqualität.

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Das beste Magnesiumöl

Zechstein Ultra Pur Magnesium Öl – Organic Magnesium

Das Ultra Pur Magnesium Öl der Firma Organic Magnesium stammt aus dem Zechsteiner Meeresboden und gilt als sehr natürlich. Es eignet sich besonders zur Behandlung von Verspannungen und Krämpfen.

Anwendungsempfehlung

Der Hersteller empfiehlt das Öl auf Schultern, Schenkel, Arme, Bauch und Rücken aufzutragen und nach Bedarf zu verdünnen.

Inhaltsstoffe

Das Produkt enthält zu 31 % Magnesiumchlorid und zu 69 % Wasser.

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Das beste Magnesium Spray

100 % pures Magnesium Öl – MAGNOLEUM

Bei Magnesiumspray handelt es sich um nichts weiter als Magnesiumöl in einer Sprühflasche. Der Deutsche Hersteller MAGNOLEUM bietet dieses Produkt in der praktischen 100 ml Sprühflasche an.

Anwendungsempfehlung

Der Hersteller empfiehlt täglich 10 – 20 Sprühstoße auf betroffenen Stellen der Haut aufzutragen und nach dem Einmassieren abzuwaschen.

Inhaltsstoffe

Das Produkt enthält Magnesiumöl bestehend aus 31 % Magnesiumchlorid und 69 % Wasser.

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Was ist Magnesium?

Bevor wir zu Magnesiumchlorid (MgCl2) kommen, sollten wir uns zuerst einen allgemeinen Überblick über Magnesium verschaffen.

Magnesium ist das achthäufigste Element auf der Erde. Es ist vor allem in Gesteinen, Meerwasser und Pflanzen zu finden. Für den Menschen gilt es als eines der wichtigsten Mineralstoffe, da es an über 600 Reaktionen im Körper beteiligt ist. Dazu zählen zentrale Prozesse wie die Energieproduktion, Signalübertragung und Muskelkontraktion (1).

Obwohl dieser Mineralstoff in sehr vielen Lebensmitteln wie Blattgemüse oder Hülsenfrüchten enthalten ist, decken bis zu zwei Drittel der Menschen ihren täglichen Bedarf von 300 – 400 mg nicht (2). Dies macht eine Nahrungsergänzung umso interessanter.

Magnesium ist nicht gleich Magnesium. In Form von Nahrung oder Nahrungsergänzungsmitteln liegt es nicht in seiner elementaren Form vor. Die sogenannten Magnesiumsalze sind immer mit einem weiteren Partner verbunden. Oft werden als Partner Aminosäuren oder Fruchtsäuren verwendet. Ein Beispiel für eine solche Verbindung ist Magnesiumcitrat. Dabei handelt es sich um eine Kombination aus Magnesium und Zitronensäure.

Man unterscheidet bei Magnesiumsalzen zwischen organischen und anorganischen Verbindungen. Organisch bedeutet in diesem Fall, dass die Magnesiumsalze Kohlenstoff- oder Wasserstoffatome enthalten.

Je nach Verbindung unterscheiden sie sich in ihrer Löslichkeit, Wirkung, Verträglichkeit, Bioverfügbarkeit und den Anwendungsgebieten.

Organische Magnesiumsalze Anorganische Magnesiumsalze
Magnesiumaspartat Magnesiumcarbonat
Magnesiumcitrat Magnesiumchlorid
Magnesiumgluconat Magnesiumhydroxid
Magnesiumglutamat Magnesiumoxid
Magnesiumglycerophosphat Magnesiumsulfat
Magnesiumorotat
Magnesiumpidolat

Was ist Magnesiumchlorid?

was-ist-magnesiumchlorid

Bei Magnesiumchlorid handelt es sich um ein Magnesiumsalz, das Chlor enthält (3). Diese Form von Magnesium wird hauptsächlich unter dem Namen Magnesiumchlorid Hexahydrat in relativ großen Mengen vertrieben. Dabei kommt das Produkt als sehr grobkörniges weißes Pulver (auch Flakes genannt) daher.

Die Verwendungsmöglichkeiten dieser Form sind unterschiedlich. Häufig werden etwa 10 g in ca. 2 Litern Wasser aufgelöst. Anschließend kann die Flüssigkeit getrunken und bei Bedarf mit Tee gemischt werden um den ggf. bitteren Geschmack zu überdecken. Da Magnesiumchlorid im Verdauungstrakt gut absorbiert wird, eignet sich diese Einnahmeform besonders gut.

Eine weitere sehr beliebte Anwendungsform ist das Öl. Dabei werden ebenfalls 5 g Magnesiumchlorid mit deutlich weniger Wasser (ca. 100 ml) gemischt. Dabei entsteht eine Öl-artige Lösung welche wiederum vielseitig Einsetzbar ist. Vor allem als Badezusatz, Fußbad oder Spray, welches lokal auf der Haut angewendet wird, ist es sehr beliebt.

Studien belegten bereits, dass die Ölige Masse auf der Haut schneller in den Blutkreislauf gelangt und somit eine höhere Bioverfügbarkeit aufweist (4).

Magnesiumchlorid – Wirkung

Magnesium ist das vierthäufigste Mineral in unserem Körper. Wie bereits erwähnt kann es sein, dass trotz ausgewogener Ernährung nicht genug davon aufgenommen wird. Eine Nahrungsergänzung kann daher bemerkenswerte gesundheitliche Vorteile erzielen.

Da es sich bei Magnesiumchlorid lediglich um eine Magnesiumverbindung handelt, werden wir uns die studienbasierten Wirkungsbereiche im Allgemeinen anschauen.

Magnesium ist an über 600 Reaktionen im Körper beteiligt

Etwa 60 % des im Körper enthaltenen Magnesiums befindet sich in den Knochen. Der Rest ist in den Muskeln, Weichteilen und dem Blut enthalten (5).

Im Allgemeinen hat Magnesium die Aufgabe eines „Hilfsmoleküls“ bei diversen biochemischen Reaktionen von unterschiedlichen Enzymen im Körper. Insgesamt ist Magnesium an mehr als 600 Reaktionen beteiligt (6). Dazu zählen:

  • Energiegewinnung: Umwandlung von Nahrung in Energie.
  • Muskelbewegungen: Sorgt für Kontraktion und Entspannung der Muskeln.
  • Bildung von Proteinen: Hilft bei der Bildung neuer Proteine aus Aminosäuren.
  • Regulierung des Nervensystems: Unterstützt die Neurotransmitter beim Senden von Impulsen im Gehirn und Nervensystem.
  • Gen-Erhaltung: Sorgt für die Erhaltung und Reparatur von DNA und RNA.

Zusammenfassung:

Magnesium unterstützt den Körper bei vielen Reaktionen wie z.B. der Energiegewinnung, Muskelkontraktion oder der Bildung von Proteinen.

Magnesium kann die Trainingsleistung steigern

Der Körper verbraucht während des Trainings bis zu 20 % mehr Magnesium als im Ruhezustand (7).

Beim Training spielt der Mineralstoff eine besondere Rolle. Er hilft den Blutzucker in die Muskeln zu transportieren und Laktat zu entsorgen (8).  Bei Laktat handelt es sich um ein Abbauprodukt, welches anfällt, wenn Zucker in Milchsäure umgewandelt wird.

Studien haben gezeigt, dass eine Nahrungsergänzung mit Magnesium die Trainingsleistung von Sportlern und älteren Menschen steigern kann (9).

Dies untermauerte eine Studie an Volleyballspielern, die 250 mg Magnesium pro Tag einnahmen. Sie zeigten deutliche Verbesserungen bei Sprung- und Armbewegungen während des Volleyballspielens (10).

In einer weiteren Studie erhielten Triathleten vier Wochen lang Magnesium in Form eines Nahrungsergänzungsmittels. In Folge dessen zeigten sich bessere Lauf-, Rad- und Schwimmzeiten, sowie eine Verringerung der Insulin- und Stresshormonspiegel (11).

Zusammenfassung:

In mehreren Studien zeigten sich verbesserte Trainingsleistungen bei einer Nahrungsergänzung mit Magnesium.

Magnesium kann bei Depressionen helfen

Wie bereits erwähnt hat Magnesium positive Auswirkungen auf Neurotransmitter. Somit spielt es eine entscheidende Rolle in der Gehirnfunktion. Niedrige Magnesiumwerte wurden in Studien zudem mit einem erhöhten Depressionsrisiko in Verbindung gebracht (12, 13).

Experten glauben, dass das Risiko von Depressionen und psychischen Erkrankungen aufgrund niedriger Magnesiumgehalte von modernen Nahrungsmitteln gefördert wird (14).

Zudem zeigten sich positive Auswirkungen auf die Symptome von Depressionen durch eine Nahrungsergänzung mit Magnesium. In einigen Fällen waren diese Auswirkungen sogar signifikant. In einer kontrollierten Studie an depressiven Erwachsenen verbesserten 450 mg Magnesium täglich die Stimmung genauso wirksam wie ein Antidepressivum (15).

Zusammenfassung:

Es besteht ein Zusammenhang zwischen Depressionen und einem Magnesiummangel. Eine Nahrungsergänzung mit dem Mineralstoff kann außerdem die Symptome einer Depression verringern.

Magnesium hat positive Auswirkungen auf Typ-2-Diabetes

Typ-2-Diabetes tritt meist nach dem 40. Lebensjahr auf. Dabei handelt es sich um eine Stoffwechselerkrankung, die dazu führt, dass der Blutzuckerspiegel erhöht ist.

Studien lassen vermuten, dass etwa 48 % der Menschen mit Typ-2-Diabetes niedrige Magnesiumwerte aufwiesen. Dies kann die Fähigkeit von Insulin beeinträchtigen den Blutzucker zu regulieren (16).

Zudem erhöht sich bei einer niedrigen Magnesiumzufuhr das Risiko an Diabetes zur erkranken (17, 18).

In einer Studie wurden mehr als 4000 Personen über 20 Jahre beobachtet. Dabei ergab sich, dass Menschen mit einer höheren Magnesiumzufuhr ein um 47 % geringeres Risiko haben Diabeteskrankheiten zu entwickeln (19).

Auch für Menschen die bereits an Typ-2-Diabetes erkrankt sind gibt es gute Nachrichten. Es zeigte sich, dass eine Einnahme von hohe Dosen Magnesiumchlorid (MgCl2) eine signifikante Verbesserung des Blutzucker- und Hämoglobinspiegels bewirkt. Das Ganze wurde durch eine Kontrollgruppe bestätigt (20).

Bei Menschen die keinen Magnesiummangel aufwiesen, zeigte sich jedoch keine Verbesserung des Blutzuckerspiegels durch eine Nahrungsergänzung von Magnesium. Dies lässt vermuten, dass die Wirkung davon abhängt wie viel Magnesium bereits mit der Nahrung aufgenommen wird.

Zusammenfassung:

Menschen mit hohen Magnesiumwerten im Körper haben ein geringeres Risiko an Diabetes zu erkranken. Zudem hat eine Nahrungsergänzung mit Magnesium positive Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel.

Magnesium kann den Blutdruck senken

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Von hohem Blutdruck sind immer mehr Menschen betroffen. Die Gründe dafür können vielseitig sein. Vor allem Übergewicht, zu wenig körperliche Bewegung, ein erhöhter Alkoholkonsum und Stress zählen als Hauptursachen dafür.

Studien zeigten, dass Magnesium den Blutdruck senken kann (21). Bei Menschen die 450 mg Magnesium am Tag einnahmen, ergab sich eine signifikante Senkung des systolischen und diastolischen Blutdrucks (22).

Diese positiven Auswirkungen zeigten sich jedoch nur bei Menschen mit einem erhöhten Blutdruck. Wenn die Blutdruckwerte normal sind, hat Magnesium keine positiven Effekte auf diese (23).

Zusammenfassung:

Magnesium kann bei Menschen mit erhöhten Werten den Blutdruck senken.

Magnesium kann Entzündungen hemmen

Eine Entzündung ist die Abwehrreaktion des Körpers auf innere oder äußere Reize wie zum Beispiel einem Fremdkörper. Jede Entzündung führt im Körper zu einer Abwehrreaktion über das Immunsystem.

Kurzfristige Entzündungen sind meistens vorteilhaft. Unter Umständen können sie jedoch chronisch werden. Chronische Entzündungen sind ein Risikofaktor für viele Krankheiten und können somit schädlich sein.

Eine niedrige Magnesiumzufuhr steht laut mehrerer Studien in Verbindung mit chronischen Entzündungen (24, 25).

Bei einer Studie an Kindern zeigte sich, dass diejenigen mit den niedrigsten Magnesiumwerten auch die höchsten Werte an C-reaktiven Proteinen (CRP) aufweisen. Bei CRP handelt es sich um einen Entzündungsmarker anhand dessen bestimmt werden kann ob eine Entzündung im Körper besteht.

In einer weiteren Studie konnten Magnesiumpräparate das CRP und andere Entzündungsmarker bei älteren Menschen, Übergewichtigen und Menschen mit Prädiabetes reduzieren (26, 27, 28).

Diese Studien lassen vermuten, dass es einen Zusammenhang zwischen Magnesium und Entzündungsmarkern wie CRP gibt.

Zusammenfassung:

Magnesium kann Entzündungsmarker wie CRP reduzieren und bietet somit förderliche Effekte auf die Bekämpfung von Entzündungen.

Magnesium kann helfen Migräne vorzubeugen

Migräne bezeichnet anfallsweise auftretende Kopfschmerzen, auch Migräneattacken genannt. Zusätzlich treten dabei häufig andere Symptome wie Übelkeit oder Licht- und Lärmempfindlichkeit auf. Vorboten einer Migräne können Sehstörungen sein, welche auch als Migräne-Aura bezeichnet werden.

Eine Studie lässt vermuten, dass Menschen die an Migräne leiden, mit größerer Wahrscheinlichkeit an Magnesiummangel leiden als andere (29).

Zudem gibt es Anzeichen darauf, dass eine Magnesiumeinnahme helfen kann Migräne vorzubeugen und sogar die Symptome bekämpft (30, 31, 32).

Dies bestätigte eine Studie an 70 Patienten, bei welcher die Einnahme von 1 g Magnesium schneller und effektiver zur Linderung eines Migräneanfalls führte als ein herkömmliches Medikament.

Zusammenfassung:

Es wird vermutet, dass Menschen mit häufiger Migräne einen niedrigen Magnesiumspiegel haben. Zudem kann eine Nahrungsergänzung mit Magnesium die Symptome verbessern.

Magnesium kann den Schlaf verbessern

Schlaf zählt zu der wichtigsten Regenerationsphase des Körpers. Dabei spielen sich sowohl mental als auch körperlich eine Menge Regenerationsprozesse ab, die uns am nächsten Tag erholt aufwachen lassen.

Ein ausreichender Magnesiumgehalt ist sehr wichtig für einen guten Schlaf. Studien an Ratten haben gezeigt, dass ein Magnesiummangel zu einer schlechteren Schlafqualität führt (33).

Die Studienlage am Menschen ist sehr begrenzt, dennoch gibt es Anzeichen darauf, dass sich dies auf den Menschen übertragen lässt.

In einer Studie erhielten erwachsenen Menschen täglich 500 mg Magnesium. Dabei zeigte sich, dass diese eine bessere Schlafqualität hatten als eine Kontrollgruppe, die ein Placebo erhielt (34).

Zusammenfassung:

Die Studienlage lässt vermuten, dass 500 mg Magnesium die Schlafqualität verbessern kann.

Magnesium kann PMS-Symtpome verbessern

Mit dem Prämenstruellen Syndrom (PMS) werden körperliche und emotionale Beschwerden im Zusammenhang mit dem Menstruationszyklus beschrieben. Diese können 4 – 14 Tage vor Beginn der Regelblutung bei Frauen auftreten.

Zu den Symptomen gehören Wassereinlagerungen, Bauchkrämpfe, Müdigkeit und Reizbarkeit.

Magnesium erwies sich diesbezüglich als nützlich. Es zeigte sich, dass die Einnahme bei Frauen mit PMS die Stimmung verbessert, sowie Wassereinlagerungen und andere Symptome reduziert (35, 36).

Zusammenfassung:

Eine Magnesiumeinnahme kann die Symptome von PMS bei Frauen verbessern.

Magnesium kann die Insulinresistenz reduzieren

Eine Insulinresistenz stellt eine Störung des Kohlenhydratstoffwechsels dar. Diese Störung verringert die zelluläre Antwort insulinabhängiger Organe. Sie verursacht Diabetes, Übergewicht und Bluthochdruck. Wenn diese Dinge zusammenkommen spricht man von einem metabolischen Syndrom.

Zudem zeichnet sich diese Krankheit dadurch aus, dass Muskel- und Leberzellen Zucker aus dem Blutkreislauf nicht richtig aufnehmen können.

Magnesium spielt bei diesem Prozess eine entscheidende Rolle. Es gibt Anzeichen, dass Menschen mit dem metabolischen Syndrom einen Magnesiummangel aufweisen.

Darüber hinaus führt ein hoher Insulinspiegel, welcher bei einer Insulinresistenz auftritt, zum einem vermehrten Verlust von Magnesium über den Urin (37). Dem kann durch eine Nahrungsergänzung mit Magnesium entgegengewirkt werden (38, 39, 40).

Zusammenfassung:

Magnesiumpräparate können die Insulinresistenz bei Menschen mit einem metabolischen Syndrom und Typ-2-Diabetes verbessern.

Magnesiumchlorid – Nebenwirkungen

Die Nebenwirkungen von Magnesiumchlorid sind bei angemessener Dosierung sehr überschaubar. Lediglich bei einer Überdosierung können unerwünschte Wirkungen auftreten.

Je nach Stärke der Überdosierung können die Symptome unterschiedlich ausfallen. Eine leichte Überdosierung kann in der Regel vom Körper einfach kompensiert werden, indem überschüssiges Magnesium über den Darm oder Urin ausgeschieden wird. Eine mäßig bis starke Überdosierung kann sich durch folgende Anzeichen äußern:

  • Durchfall
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Erschöpfung
  • Müdigkeit
  • Schwindel

Sollten diese Symptome nach einer Einnahme von Magnesiumchlorid auftreten, so muss die Dosis verringert werden. In der Regel sind die Nebenwirkungen reversibel, weshalb sie nach einer Verringerung der Magnesiumzufuhr wieder aufhören.

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten

Sollten starke Medikamente zur Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder ähnlichem eingenommen werden, ist es ratsam vor der Einnahme von Magnesiumchlorid mit einem Arzt zu sprechen.

Auch bei der Einnahme von Antibiotika sollte von einem Magnesiumchlorid-Konsum abgesehen werden. Hier kann es ebenfalls zu Wechselwirkungen kommen.

Magnesiummangel

Da der tägliche Magnesiumbedarf über die normale Ernährung nur sehr schwer abzudecken ist, wird vermutet, dass über 60 % der Menschen den empfohlenen Tagesbedarf von 350 – 400 mg nicht abdecken.

Die häufigsten Mangelsymptome sind:

  • Wadenkrämpfe
  • Kopfschmerzen
  • Erschöpfung
  • Müdigkeit
  • Innere Unruhe
  • Reizbarkeit
  • Herzrythmusstörungen
  • Verringerte Leistungsfähigkeit

Doch kein Grund zur Sorge. Nur weil der empfohlene Tagesbedarf nicht erreicht wird, liegt noch kein Mangel vor. Ärzte sprechen erst bei einer Konzentration unter 9 mg/dl im Blut von einem Magnesiummangel, welcher auch Hypomagnesiämie genannt wird.

Die Ursachen dafür können vielseitig sein. Vor allem eine unausgewogene Ernährung, Stress, Diabetes und eine intensive körperliche Betätigung erfordern einen vermehrten Magnesiumkonsum.

Magnesium – Tagesbedarf

Der Tagesbedarf an Magnesium ist relativ schwer über die Ernährung zu decken. Deshalb greifen immer mehr Menschen zu Nahrungsergänzungsmitteln. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat je nach Altersgruppe einen Richtwert herausgegeben. Da der Tagesbedarf durch verschiedene Faktoren beeinflusst wird, sollte man diese Zahlen jedoch nur als Richtwerte sehen (41).

Alter Männlich mg/Tag Weiblich mg/Tag
0 – 4 Monate 24
4 – 12 Monate 60
1 – 4 Jahre 80
4 – 7 Jahre 120
7 – 10 Jahre 170
10 – 13 Jahre 230 250
13 – 15 Jahre 310 310
15 – 19 Jahre 400 350
19 – 25 Jahre 400 310
25 – 51 Jahre 350 300
51 – 65 Jahre 350 300
65 Jahre und älter 350 300
Schwangere 310
Stillende 390

Hier kannst du deinen Magnesium Tagesbedarf inklusive der wichtigsten Faktoren berechnen.

Magnesiumchlorid – Anwendung und Dosierung

Die Anwendungsgebiete von Magnesiumchlorid sind sehr vielseitig. Bekannt ist es vor allem wegen der transdermalen Anwendung. Dabei handelt es sich um die Anwendung auf der Haut. Die Meinungen zur Wirksamkeit dieser Anwendungsform gehen auseinander. Aktuellen Studien zufolge, hat diese Anwendungsform jedoch definitiv Auswirkungen auf den Magnesiumgehalt im Blut (42).

Magnesium transdermal kann in verschiedenen Ausführungen erfolgen. Dazu zählen:

  • Magnesiumöl
  • Magnesium Spray
  • Magnesium Fußbad
  • Magnesiumbad

Jedes dieser Anwendungsformen hat seine Vor- und Nachteile.

Magnesiumöl

Bei Magnesiumöl handelt es sich nicht um ein klassisches Öl. Vielmehr erhielt es diese Bezeichnung, weil Magnesiumchlorid Hexahydrat mit etwas Wasser vermischt eine Ölige Substanz bildet.

Um Magnesiumöl herzustellen muss man lediglich ca. 5 g Magnesiumchlorid Hexyhydrat mit etwa 100 ml Wasser vermengen. Wenn die Substanz nach gründlichem Umrühren noch zu flüssig, kann weites Magnesiumchlorid Hexahydrat hinzugegeben werden.

Diese Ölige Masse kann nun auf die Haut aufgetragen und schonend einmassiert werden. Auf diesem Wege gelangt das Magnesium schnell in den Blutkreislauf. Dies bietet gegenüber der oralen Einnahme mehrere Vorteile:

  • Der Körper kann auf diesem Wege mehr Magnesium aufnehmen, als es über den Magen-Darm-Trakt der Fall ist. Stichwort: bessere Bioverfügbarkeit
  • Zudem besteht eine geringere Gefahr Nebenwirkungen wie Durchfall o.ä. zu erleiden, da das Magnesium direkt in den Blutkreislauf gelangt.
  • Diese Anwendung eignet sich besonders zur Behandlung von Verspannungen oder Krämpfen
  • Auch Hauterkrankungen oder Wunden können mit Magnesiumöl gut versorgt werden.

Magnesium Spray

Magnesium Spray ist nichts anderes als ein stärker verdünntes Magnesiumöl. Das Spray kann (wie Öl auch) auf betroffene Hautstellen aufgetragen und einmassiert werden.

Wenn du dir Magnesium Spray selber herstellen willst, so kannst du etwa 5 g Magnesiumchlorid Hexahydrat in 200 ml (doppelte Menge wie beim Öl) auflösen und in eine Sprayflasche füllen.

Die Vorteile sind die gleichen wie beim Öl, lediglich die Anwendungsform unterscheidet sich. Am besten du testest beide Varianten aus, um festzustellen welche für dich am besten geeignet ist.

Magnesium Fußbad

magnesiumchlorid-fussbad

Die Verwendung von Magnesiumchlorid in einem Fußbad funktioniert ähnlich wie das zuvor genannte Öl. Dabei werden etwa 20 g Magnesiumchlorid Hexahydrat in 2 Liter warmem Wasser aufgelöst. Anschließend kann man die Füße in dieser Flüssigkeit für 20 – 30 Minuten baden.

Diese Anwendungsform bietet viele Vorteile in Bezug auf Probleme im Fußbereich. Bei folgenden Dingen kann ein Fußbad hilfreich sein:

  • Fußpilz
  • Nagelpilz
  • Rissige Haut
  • Wunden an den Füßen
  • Krämpfe in den Füßen

Magnesiumbad

Ein Magnesiumbad ist im Prinzip eine etwas größere Ausführung eines Fußbads. Dabei kann etwa 1 kg Magnesiumchlorid Hexahydrat in 150 Litern (durchschnittliche Badewanne) Wasser aufgelöst werden.

Dies sollte ein Milchig-trübes Wasser ergeben, in welchem für ca. 30 Minuten gebadet werden kann. Bei folgenden Dingen kann ein Magnesiumbad hilfreich sein:

  • Muskelkrämpfen
  • Wundheilung
  • Lösen von Verspannungen
  • Hautproblemen

Magnesiumchlorid trinken

Obwohl die Anwendung auf der Haut als bekannteste und beliebteste Verwendung von Magnesiumchlorid gilt, so besteht auch die Möglichkeit dieses als stark verdünnte Flüssigkeit oral einzunehmen.

Um es als Flüssigkeit zu trinken, können ca. 5 g Magnesiumchlorid Hexahydrat in 2 Litern Wasser aufgelöst werden. 1 Liter Wasser enthält somit ca. 250 mg an reinem Magnesium.

Bei Bedarf kann die Flüssigkeit mit anderen Getränken wie Tee oder Fruchtsäften gemischt werden um den Teils bitteren Geschmack zu überdecken.

Magnesium – Lebensmittel

Magnesium ist zwar in sehr vielen Lebensmitteln enthalten, jedoch sind die Mengen oft eher gering. Grund dafür ist, dass der Mineralstoff während des Verarbeitungsprozesses größtenteils verloren geht. Nachfolgend findest du eine Übersicht der Lebensmittel mit dem höchsten Magnesiumgehalt.

Lebensmittel (pro 100g) Magnesiumgehalt (mg)
Kürbiskerne 402
Sonnenblumenkerne 395
Leinsamen 350
Cashewkerne 270
Ungeschälter Reis 157
Haferflocken 139
Erbsen 116
Schweinesteak 60
Blattspinat 58
Bananen 36

Wie du siehst enthalten einige Lebensmittel wie Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne oder Leinsamen, die in der Regel unbehandelt sind, etwas höhere Mengen an Magnesium. Diese Lebensmittel lassen sich zwar gut in eine ausgewogene Ernährung einbauen, jedoch sind sie bei den meisten Menschen nicht Teil davon. Dies erklärt unter anderem warum vielen Menschen den Tagesbedarf an Magnesium nicht decken können.

Wenn du das Ziel hast deinen Magnesiumkonsum zu erhöhen, stellen Nahrungsergänzungsmittel die einfachste und kostengünstigste Form für dieses Vorhaben dar.

Darreichungsformen

Magnesiumchlorid Hexahydrat Flakes

Die mit Abstand am häufigsten vertretene Darreichungsform von Magnesiumchlorid sind die sogenannten „Flakes“. Dabei handelt es sich um sehr grobkörnige weiße Flocken, welche Salz sehr ähnlich sind.

Ein großer Vorteil dieser Darreichungsform besteht in ihrer vielseitigen Anwendbarkeit, welche wir etwas weiter oben genauer beschrieben haben.

Die Flocken können in Kombination mit Wasser auf verschiedenste Weise eingesetzt werden.  Je nach Magnesiumchlorid- und Wassermenge ergibt sich ein anderer Anwendungsbereich.

Egal ob es sich um Magnesiumöl oder um Magnesium Spray handelt, das Ausgangsprodukt ist immer Magnesiumchlorid. Aus diesem Grund kann jedes dieser Produkte selbst hergestellt werden.

Nachfolgende haben wir dir die Vorteile von Magnesiumchlorid Hexahydat Flakes zusammengefasst.

Vorteile Nachteile
Vielseitige Anwendungsmöglichkeiten Ggf. aufwendige Herstellung
Vereint alle Vorteile der transdermalen Anwendung
Günstigste Form von Magnesiumchlorid

Magnesiumöl

Einige Hersteller vertreiben Magnesiumchlorid, welches mit etwas Wasser vermengt wurde, als Öl. Wenn man bequem ist, können diese Produkte einfach über das Internet erworben werden. Wir haben dir in unseren Produktempfehlungen am Anfang des Beitrags bereits ein passendes Produkt herausgesucht.

Wenn man jedoch Geld sparen will, kann man sich Magnesiumöl auch selbst herstellen. Wie genau, haben wir etwas weiter oben erläutert.

In der folgenden Tabelle findest du eine Übersicht der Vor- und Nachteile von Magnesiumöl.

Vorteile Nachteile
Keine eigene Herstellung nötig Etwas teurer als in  Magnesiumchlorid in Rohform
Oft ist eine praktische Pipette enthalten

Magnesium Spray

Für Magnesiumspray gilt das gleiche wie für das Öl. Dabei handelt es sich um nichts weiter als Magnesiumchlorid, welches mit Wasser vermengt wurde und als Spray auf der Haut eingesetzt werden kann.

Hier können die entsprechenden Produkte ebenfalls bequem über das Internet bestellt werden. Wir haben dir wie immer das entsprechende Produkt in unseren Produktempfehlungen aufgeführt.

Wenn du Geld sparen willst, kannst du dir eine leere Sprühflasche zulegen und darin Magnesiumchlorid Hexahydrat mit Wasser vermengen.

Obwohl die Vor- und Nachteile ähnlich wie beim Öl sind, haben wir sie dir für Magnesium Spray nochmals zusammengefasst.

Vorteile Nachteile
Keine eigene Herstellung nötig Etwas teurer als in Rohform
Bereits in Sprühflasche abgefüllt

Magnesiumchlorid kaufen – darauf sollte man achten

Für den privaten Nutzen und der Anwendung beim Menschen, kann Magnesiumchlorid ganz einfach überall online erworben werden. Auf dem Markt ist es meist als Hexahydrat erhältlich. Dies bietet die Basis für Magnesiumöl oder Magnesium Spray.

Darreichungsform

Wie bereits erwähnt, wird Magnesiumchlorid zumeist als Hexdahydrat Flakes vertrieben. Diese Darreichungsform stellt das beste Preis-, Leistungsverhältnis dar.

Vereinzelt ist auch Magnesiumöl und Magnesium Spray auf dem Markt erhältlich. Die Basis dieser Produkte bildet aber immer Magnesiumchlorid Hexahydrat. Daher solltest du dir überlegen, ob du Öl oder Spray bereits fertig kaufen möchtest, oder die Herstellung selbst übernimmst. Eine kleine Anleitung haben wir dir weiter oben aufgeführt.

Herkunftsland / Hersteller

Eine entscheidende Rolle spielt das Herkunftsland. Magnesiumchlorid welches nicht aus dem Deutschen Raum oder der EU stammt, unterliegt auch nicht dessen Zulassungsstandards. Bei so einem Kauf ist ungewiss wie rein das Produkt ist.

Hier sollte Vorsicht geboten sein. Häufig werden Präparaten aus dem Ausland unerwünschte Zusatzstoffe hinzugefügt.

Preis

Wenn du mit den Eigenschaften des Magnesiumchlorids zufrieden bist, kannst du einen Blick auf den Preis werfen. Die Qualitätsunterschiede sind in der Regel nicht sehr groß, insofern das Produkt in der EU hergestellt wurde. Daher sind auch keine großen Qualitätseinbußen bei günstigeren Produkten zu erwarten.

Man sollte allerdings darauf Acht geben, wie sich ein günstigerer Preis rechtfertigt. Wenn beispielsweise viele Zusatzstoffe enthalten sind oder der Hersteller nicht aus der EU kommt, sollte man ggf. die Finger von dem Produkt lassen. Auch wenn ein niedriger Preis verlockend wirkt.

Magnesiumchlorid – Erfahrungsberichte

Die Erfahrungsberichte in Bezug auf Magnesiumchlorid sind sehr positiv. In vielen Fachforen, sowie in Produktrezensionen auf verschiedenen Plattformen waren die Anwender begeistert von der Wirkung. Vor allem Magnesiumchlorid als Fußbad oder Vollbad wird sehr gerne verwendet um Verspannungen oder Krämpfe zu lösen.

Bei der oralen Einnahme von Magnesiumchlorid berichteten viele Konsumenten von einem etwas bitteren Geschmack, welcher sich aber leicht mit anderen Flüssigkeiten überdecken lässt. Somit wird auch das Trinken von Magnesiumchlorid als gute Alternative genannt.

Zudem deuten die Rezensionen darauf hin, dass viele Nutzer das flüssige Magnesiumchlorid der Einnahme von klassischen Magnesiumtabletten vorziehen.

Wusstest du schon?

Magnesiumchlorid im 1. Weltkrieg

Im ersten Weltkrieg wurde nach einer anderen Möglichkeit gesucht, um die Wunden der Soldaten zu reinigen. Die bis dato etablierten Antiseptika schädigten das Gewebe zu stark. Die Magnesiumchloridlösung erwies sich in Bezug auf die Vernichtung von Krankheitserregern als sehr nützlich. Zudem entdeckte man, dass die orale Einnahme von Magnesiumchlorid das Immunsystem stimuliert und daher auch zur Behandlung von verschiedenen Krankheiten eingesetzt werden kann.

Fazit

Magnesium gilt als einer der wichtigsten Mineralstoffe in unserem Körper. Diverse Studien belegten bereits die positiven Auswirkungen auf verschiedene Krankheiten. Ein erhöhter Magnesiumkonsum eignet sich sowohl für Sportler, als auch Typ-2-Diabetes Patienten, Menschen mit erhöhtem Blutdruck oder Betroffenen von Migräne.

Da Lebensmittel nur bedingt eine gute Magnesiumquelle darstellen eignen sich Nahrungsergänzungsmittel besonders gut um den Magnesium Spiegel auf lange Sicht hoch zu halten. Sie sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich und bieten den Vorteil, dass kaum Nebenwirkungen auftreten.

Magnesiumchlorid ist vor allem wegen seiner vielseitigen Verwendbarkeit beliebt. Es eignet sich als Bad, Fußbad, Öl, Spray oder für eine orale Einnahme. Die Basis aller Produkte bietet Magnesiumchlorid Hexahydrat, welches in großen Verpackungen erhältlich ist und sich als sehr ergiebig erwies.

Sollten weitere Fragen zu Magnesium oder Magnesiumchlorid offen sein, stehen dir unsere Experten gerne zur Verfügung.

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