Die synthetische Form des B-Vitamins Folat ist die Folsäure. Der Großteil der Bevölkerung kann den empfohlenen Tagesbedarf dieses Vitamins nicht abdecken. Dies ist sehr bedenklich, denn ein Folsäuremangel kann vor allem für Schwangere Frauen schwerwiegende Folgen haben.

In diesem Beitrag erfährst du auf Basis von Studien warum ein Folsäuremangel so gefährlich werden kann und welche weiteren Wirkungen das Vitamin im Körper hat.

Das Wichtigste in Kürze

  • Wasserlösliches B-Vitamin
  • Wird auch als Vitamin B9 oder Folat bezeichnet
  • Arbeitet Hand in Hand mit Vitamin B12
  • Besonders vor- und während einer Schwangerschaft essentiell
  • An Zellteilungs- und Stoffwechselprozessen beteiligt
  • Wirkt positiv auf den Homocysteinspiegel

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Folsäure Kapseln 800 µg hochdosiert – Vitamineule

Die Folsäure Kapseln des deutschen Herstellers Vitamineule bieten eine solide Kapseldosierung ohne weitere künstliche Zusatzstoffe. Mit 800 µg bietet eine Kapsel etwas mehr als die empfohlene Tagesdosierung. Dies ist jedoch vollkommen unbedenklich, da das Vitamin problemlos über die Nieren ausgeschieden wird. Eine Dose enthält 90 Kapseln, welche bei empfohlener Einnahme für 3 Monate ausreicht.

Einnahmeempfehlung

Der Hersteller empfiehlt täglich eine Kapsel zusammen mit Wasser oder Saft einzunehmen.

Inhaltsstoffe

Eine Kapsel enthält 800 µg Folsäure. Dazu ist Reismehl als Trennmittel enthalten. Die Kapselhülle besteht aus pflanzlicher Cellulose, weshalb das Produkt für Veganer geeignet ist.

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Folsäure Tabletten 1000 µg hochdosiert – Greenfood

Die Folsäure Tabletten des Herstellers Greenfood überzeugen durch ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis. Für den gleichen Preis erhält man hier 180 Tabletten, welche bei empfohlener Einnahme für ein halbes Jahr ausreichen. Zudem ist das Produkt rein pflanzlich, weshalb es für Veganer geeignet ist.

Einnahmeempfehlung

Der Hersteller empfiehlt täglich 1 Tabletten (1000 µg) mit reichlich Flüssigkeit einzunehmen.

Inhaltsstoffe

Eine Tablette enthält 1000 µg Folsäure. Zusätzlich ist pflanzliche Cellulose enthalten, welches als Pressstoff verwendet wird.

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Was ist Folsäure (Vitamin B9)?

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Folsäure (Vitamin B9, Folat) ist ein essentielles B-Vitamin, welches vom Körper nicht selbst gebildet werden kann. Es zählt es zu den wasserlöslichen Vitaminen.

Als wasserlösliche Vitamine werden jene bezeichnet, die nicht vom Körper gespeichert werden können und über die Nieren ausgeschieden werden. Somit müssen sie täglich über die Nahrung aufgenommen werden. Sie sind relativ hitzeempfindlich und man sollte sie nach Möglichkeit frisch verzehren, da sie beim sie beim Kochen teilweise zerstört werden. Zu ihnen zählen alle B-Vitamine und Vitamin C.

Die wenigsten Menschen wissen, dass es sich bei Folsäure um die synthetische Form von Folat handelt. Diese Form wird Lebensmitteln zugesetzt oder ist als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich.

Folat ist die natürliche Form von Vitamin B9 und kann über die Nahrung aufgenommen werden. Untersuchungen zeigten jedoch, dass die ausreichende Einnahme des Vitamins über eine ausgewogene Ernährung nur schwer zu erreichen ist (1). Daher gilt die Nahrungsergänzung mit Folsäure als eine der sinnvollsten unter den Vitaminen.

Zudem kann Folsäure, welche der Nahrung zugesetzt wird oder als Nahrungsergänzungsmittel eingenommen wird, besser vom Körper verarbeitet werden als Folat aus der Nahrung.

Folsäure – Wirkung

Folsäure spielt eine wichtige Rolle bei diversen Wachstumsprozessen im Körper. Zudem ist das Vitamin an der Zellteilung und der Blutbildung beteiligt, weshalb es von entscheidender Bedeutung für den Körper ist. Speziell in diesem Bereich arbeitet Folsäure eng mit Vitamin B12 zusammen.

Vitamin B9 wird benötigt damit der Körper rote Blutkörperchen bilden kann. Diese sorgen unter anderem dafür, Sauerstoff zu Ihren Organen zu transportieren. Bei einem Mangel an roten Blutkörperchen kommt es zu einer sogenannten Anämie (auch Folsäuremangelanämie genannt). Betroffene fühlen sich oft schwach und leiden unter Blässe.

Daher wird Folsäure bei Blutarmut, Herz-Kreislauferkrankungen, Thrombosen oder einem erhöhten Schlaganfall Risiko empfohlen.

Nachfolgend zeigen wir die auf Basis aktueller Studien, in welchen Fällen sich Vitamin B9 als ebenfalls hilfreich erwiesen hat.

Folsäure zur Prävention von Fehlbildungen bei Säuglingen

Vor allem für Schwangere Frauen ist Folsäure von besonderer Bedeutung. Grund dafür ist, dass niedrige Folatspiegel während den ersten Schwangerschaftswochen mit Neuralrohdefekten bei Säuglingen in Verbindung gebracht werden (2, 3).

Bei dem Neuralrohr handelt es sich um die Vorläuferstruktur des zentralen Nervensystems, welche sich während der 3. – 4. Schwangerschaftswoche bildet. Daraus entstehen später das Rückenmark und das Gehirn.

Durch Folsäuremangel steigt das Risiko von Fehlbildungen im Bereich des Gehirns, der Wirbelsäure und des Rückenmarks. Dies bestätigt eine Studie, welche die Raten dieser Fehbildungen in Verbindung mit einer Folsäure Nahrungsergänzung untersucht hat. Es zeigte sich, dass die Kinder der Frauen, die während der Schwangerschaft Folsäure einnahmen eine signifikant niedrigere Rate an Neuralrohrdefekten aufwiesen (4).

Aus diesem Grund empfiehlt die deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) einen erhöhten Folsäurekonsum bei schwangeren und stillenden Frauen (5).

Dies ist unter anderem ein Grund dafür, dass Lebensmittel mit Folsäure angereichert werden. In den USA zeigte sich dies als wirksam um die Rate von Neuralrohrdefekten im Land zu reduzieren.

Zusammenfassung:

Folsäure kann während einer Schwangerschaft dazu beitragen, dass Risiko von Neuralrohrdefekten bei Neugeborenen zu verringern. Aus diesem Grund wird das Vitamin vielen Lebensmitteln beigemengt.

Folsäure kann den Homocysteinspiegel senken

Homocystein ist eine Aminosäure, welches als Zwischenprodukt des Methionin-Stoffwechsels anfällt. Es handelt sich dabei um eine nicht-proteinogene Aminosäure. Sie wird mit der Entwicklung von Herzerkrankungen in Verbindung gebracht (6). Daher gelten hohen Homocysteinwerte im Blut als schädlich.

Folsäure kann zur Senkung des Homocysteinspiegels beitragen, da es an der Umwandlung von Homocystein in die Aminosäure Methionin beteiligt ist. Eine Studie ergab, dass durch die tägliche Einnahme von Folsäurepräparaten der Homocysteinspiegel um bis zu 25 % gesenkt werden kann (7).

Durch diesen positiven Effekt auf die Homocysteinwerte, kann das Vitamin indirekt dazu beitragen das Schlaganfallrisiko zu verringern. Dies hat sich in einer Meta-Analyse aus 11 Studien mit insgesamt 65.790 Teilnehmer herausgestellt (8).

Zusammenfassung:

Da Folsäure an der Umwandlung von Homocystein in Methionin beteiligt ist, kann es zu einer Senkung eines schädlichen Homocysteinwertes führen. Dies verringert das Risiko Herzerkrankungen oder einen Schlaganfall zu erleiden.

Folsäure kann zur Krebsprävention eingesetzt werden

Mittel, welche einen positiven Effekt auf Krebskrankheiten haben sollen, sollten immer mit kritischem Auge betrachtet werden. Nicht selten versuchen unseriöse Hersteller von Nahrungsergänzungsmittel oder ähnlichem, einen Profit aus der misslichen Lage der Krebspatienten zu schöpfen.

Einige Studien zeigten jedoch, dass eine hohe Folataufnahme schützende Eigenschaften vor Brust-, Darm-, Lungen und Bauchspeicheldrüsenkrebs haben kann (8, 9, 10).

Forscher vermuten, dass dies auf die Rolle des Vitamins bei der Genexpression zurückzuführen ist. Diese reguliert unter anderem das Zellwachstum und definiert grundlegende Funktionen einer Zelle. Ein niedriger Folatspiegel könnte diesen Prozess negativ beinträchtigen. Dadurch kann ein abnormales Zellwachstum auftreten, welches das Krebsrisiko erhöht (11).

Zudem wird ein niedriger Folatspiegel mit instabiler und leicht zerstörbarer DNA in Verbindung gebracht. Dies kann ebenfalls das Krebsrisiko erhöhen (12, 13).

Leider erweis sich eine Nahrungsergänzung mit Folsäure nur zur Prävention als nützlich. Denn es zeigte sich, dass Menschen, die bereits unter einer Krebserkrankung leiden, nicht davon profitieren können. Es gibt sogar Hinweise darauf, dass ein hoher Folsäurekonsum das Tumorwachstum fördern kann (14, 15).

Daher sind weitere Forschungen notwendig um ein eindeutiges Bild von Vitamin B9 in Bezug auf Krebserkrankungen zu bekommen.

Zusammenfassung:

Studien lassen vermuten, dass Folsäure (aufgrund positiver Effekte auf die Genexpression) bei der Prävention von bestimmten Krebsarten helfen kann. Wenn bereits eine Krebserkrankung besteht, erwies sich Folsäure als nicht förderlich oder sogar schädlich. Es sind weitere Forschungen notwendig um diese Hinweise eindeutig zu bestätigen.

Folsäure – Nebenwirkungen

Nebenwirkungen sind bei einer Einnahme von Folsäure bisher nicht bekannt. Da es sich um ein wasserlösliches Vitamin handelt, wird es über die Nieren ausgeschieden. Eine Folsäure Überdosierung ist daher nahezu nicht möglich. Es sollte dennoch darauf geachtet werden, die empfohlene Tagesdosierung des Herstellers einzuhalten.

Zusätzlich sollte beachtet werden, dass Folsäurepräparate nicht selten weitere Wirkstoffe enthalten, bei welchen Nebenwirkungen nicht ausgeschlossen sind.

Außerdem kann es zu Wechselwirkungen mit bestimmten Medikamenten kommen. Bei der Einnahme starker Medikamente sollte daher vor einer Vitamin B9 Supplementation mit einem Arzt gesprochen werden.

Zusammenfassung:

Nebenwirkungen treten bei einer Folsäure Einnahme nicht auf. Es sollte jedoch die empfohlene Dosierung des Herstellers und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten beachtet werden.

Folsäuremangel

Leider erreichen viele Menschen die empfohlenen täglichen Zufuhrwerte von Folsäure nicht. Wie bereits erwähnt, ist ein Folsäuremangel besonders für Schwangere als kritisch zu betrachten. Es kann zu Fehlbildungen des Kindes führen, welches als Neuralrohrdefekte bezeichnet werden.

Ein Folsäuremangel kann folgende Ursachen haben:

  • Zu geringe Aufnahme durch einseitige oder falsche Ernährung
  • Übermäßiger Alkoholkonsum
  • Einnahme von Krebs- oder Epilepsiemedikamenten
  • Erhöhter Bedarf durch eine Schwangerschaft oder bestimmte Erkrankungen

Sollte ein Folsäuremangel vorliegen, werden rote Blutkörperchen nicht mehr ausreichender Funktion hergestellt, was eine Blutarmut bewirkt. Diese Form des Vitaminmangels wird auch Folsäuremangelanämie genannt. Die Symptome können recht unterschiedlich in Erscheinung treten. Die häufigsten Mangelerscheinungen sind:

  • Blässe
  • Schwäche und Müdigkeit
  • Kribbeln/Brennen auf der Zunge
  • Reizbarkeit
  • Durchfall
  • Atembeschwerden
  • Appetitlosigkeit

Ein vermuteter Folsäuremangel wird vom Arzt über einen Bluttest festgestellt. Werte unterhalb von 2 ng/ml gelten als Mangel. Als Normalwert wird ein Wert über 2,5 ng/ml bezeichnet. Die Spanne zwischen diesen beiden Werten gilt als beobachtungswürdig.

Wenn ein Mangel festgestellt wurde, so sollte dieser durch eine folatreiche Ernährung oder eine Nahrungsergänzung ausgeglichen werden.

Zusammenfassung:

Die Ursache und Symptome eines Folsäuremangels können vielseitig sein. Werte unterhalb von 2 ng/ml werden als Mangel betrachtet. Durch eine folatreiche Ernährung oder Nahrungsergänzung kann dem entgegengewirkt werden.

Folsäure – Dosierung und Einnahme

Folsäure wird heutzutage von der Lebensmittelindustrie in geringen Mengen der Nahrung beigemengt. Dies hat sich in der Vergangenheit als wirksam erwiesen um bestimmten Erkrankungen durch Folsäuremangel flächendeckend entgegenzuwirken.

Dennoch kommt es nicht selten vor, dass die empfohlene Tagesdosis von vielen Menschen nicht gedeckt wird. Vor allem bei schwangeren Frauen kann dies zu Problemen führen. Die deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) gibt daher folgende Zufuhrempfehlungen für Vitamin B9 (5) :

Alter Folsäure (µg/Tag)
0 – 4 Monate 60
4 – 12 Monate 80
1 – 4 Jahre 120
4 – 7 Jahre 140
7 – 10 Jahre 180
10 –  13 Jahre 240
13 – 15 Jahre 300
15 – 19 Jahre 300
19 – 65+ Jahre 300
Schwangere 550
Stillende 450

Da das Vitamin über die Nieren ausgeschieden wird und nicht überdosiert werden kann, sollten diese Werte als Mindestwert betrachtet werden. Eine etwas höhere Einnahmedosis gilt als unbedenklich und ist sogar empfehlenswert.

Die Einnahme kann sowohl über die ausgewogene Ernährung. Als auch über Kapsel- oder Tablettenpräparate erfolgen. Eine Tablette oder Kapsel entspricht dabei häufig der empfohlenen Einnahmedosierung oder einem etwas höheren Wert.

Zusammenfassung:

Die empfohlene Tagesdosis von Folsäure beträgt bei Menschen mittleren Alters 300 µg. Schwangere und Stillende haben einen erhöhten Bedarf.

Folsäure – Lebensmittel

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Der Folsäurebedarf wird in Deutschland von vielen Menschen nicht gedeckt. Dies ist darauf zurückzuführen, dass Vitamin B9 nur in wenigen Lebensmitteln in ausreichenden Mengen enthalten ist.

Folsäure stellt die synthetisch hergestellte Form des Vitamins dar. Wenn man die natürliche Form des Vitamins meint, spricht man von Folat. Folate kommen vor allem in pflanzlichen Lebensmitteln vor.

Folgende Tablette gibt Aufschluss darüber, welche Lebensmittel das meiste Folat enthalten haben.

Lebensmittel (100 g) Folat (µg)
Limabohnen 360
Kichererbsen 340
Sojabohnen 210
Grünkohl 187
Rosenkohl 182
Linsen 168
Erbsen 151
Spinat 145
Brokkoli 111
Spargel 108

Wie man sieht, enthalten besonders Limabohnen und Kichererbsen größere Mengen Vitamin B9. Anhand dieser Tatsache kann man zwar seine Ernährung anpassen, dennoch gilt eine Nahrungsergänzung mit Folsäure als Sinnvoll. Gerade wenn man sich eher weniger pflanzlich ernährt, ist es schwer alleine durch die Ernährung auf die empfohlene Tagesdosis zu kommen.

Zusammenfassung:

Folsäure ist primär in einigen pflanzlichen Lebensmitteln enthalten. Da die enthaltenen Mengen bei vielen Produkten sehr gering sind, kommt eine Nahrungsergänzung mit Kapsel- oder Tablettenpräparaten immer häufiger in Frage.

Darreichungsformen

Folsäure ist auf dem Markt in zwei wesentlichen Darreichungsformen erhältlich. Diese setzen sich wie folgt zusammen:

  • Folsäure Kapseln
  • Folsäure Tabletten

Vitamin B9 Pulverpräparate stellen eher eine Seltenheit dar. Grund dafür ist, dass Folsäure in sehr geringen Mengen (Mikrogramm) eingenommen werden. Eine Abmessung dieser kleinen Dosen ist mit Pulver schwer zu erreichen. Daher sind vordosierte Tabletten und Kapseln in der Regel die einzigen Darreichungsformen von Vitamin B9.

Im Folgenden werden wir genauer beleuchten, wo die Unterschiede dieser Darreichungsformen liegen und welche Vor- und Nachteile sie mit sich bringen.

Folsäure Kapseln

Kaufst du Vitamin B9 in Kapseln, so erhältst du das Nahrungsergänzungsmittel in Reinform. Die Hülle der Kapseln besteht meistens aus einem Zellulosegeflecht oder Gelatine. Hierdurch wird gewährleistet, dass die Kapseln sich im Magen zersetzen und der Körper die Wirkstoffe aufnehmen kann.

Die Gelatine zur Herstellung von Kapseln wird meist aus der Schlachtung von Schweinen oder Rindern gewonnen. Das Zellulosegeflecht besteht wiederum aus rein pflanzlichen Stoffen.

Häufig werden den Kapseln noch andere Zusatzstoffe und Trennmittel wie Magnesiumstearat beigemischt. In hochwertigen Kapselpräparaten wird auf diesen Zusatz verzichtet. Hier ist ausschließlich das reine Folsäure Pulver enthalten.

Der Mundraum kommt bei dieser Einnahmemethode mit dem Vitamin nicht in Kontakt, wodurch einem der evtl. gewöhnungsbedürftige Geschmack erspart bleibt. Eine kontinuierliche Einnahme wird dadurch vereinfacht.

Auch unterwegs ist die Einnahme von Kapseln einfacher, als dies bei anderen Darreichungsformen der Fall ist. Zudem befindet sich in den Kapseln eine vordosierte Menge Folsäure. Diese entspricht in der Regel der Tagesdosis oder einem etwas höheren Wert. Es handelt sich dementsprechend um die pflegeleichteste Methode der Einnahme.

Falls erwünscht, sollte beim Kauf von Folsäure Kapseln darauf geachtet werden, dass diese vegan, laborgeprüft und gegebenenfalls glutenfrei sind.

Ein kleiner Nachteil von Kapseln liegt darin, dass Menschen mit Schluckbeschwerden die Einnahme erschwert wird.

In der folgenden Übersicht beleuchten wir die Vor- und Nachteile von Vitamin B9 in Kapselform.

Vorteile Nachteile
Simple Einnahme Etwas teurer als Pulver
Geschmacklos Bedingt individuell dosierbar
Vordosiert  
Für unterwegs geeignet  

Folsäure Tabletten

Tabletten ähneln sehr den Kapseln. Sie bieten mit der sehr einfachen Einnahme und dem neutralen Geschmack die gleichen Vorteile.

Zudem eignen sie sich sehr gut für unterwegs. Viele Hersteller pressen in die Oberfläche der Tablette eine Bruchkerbe, welche die individuelle Dosierung bedingt möglich macht.

Ähnlich wie Kapseln, enthalten Tabletten die Folsäure in Reinform. Das sorgt für den höchstmöglichen Wirkungsgrad bei moderater Dosierung.

Ein entscheidender Unterschied im Vergleich zu Kapseln ist, dass qualitativ schlechten Tabletten oft mehr Zusatzstoffe beigemengt werden. Vor allem Stärke, Zucker, Gelatine oder Fette sind teilweise enthalten. Diese bringen ggf. das Risiko mit sich, allergische Reaktionen auszulösen.

Auch Menschen mit Unverträglichkeiten können hier bei der Einnahme Probleme bekommen. Hochwertige Tabletten-Präparate enthalten jedoch kaum Zusatzstoffe. Preislich unterscheiden sich Kapseln und Tabletten in der Regel auch nicht.

Vor allem für Veganer stellen Tabletten eine gute Alternative dar. Der Grund dafür ist, dass für die Herstellung keine Gelatine verwendet wird. Die Gelatine zur Herstellung von Kapseln wird meist aus der Schlachtung von Schweinen oder Rindern gewonnen. Das oft verwendete Zellulosegeflecht besteht wiederum aus rein pflanzlichen Stoffen.

Auch bei Folsäure Tabletten können Menschen mit Schluckbeschwerden Probleme bei der Einnahme haben.

Nachfolgend findest du die Vor- und Nachteile von Vitamin B9 Tabletten in unserer Übersicht.

Vorteile Nachteile
Simple Einnahme Individuelle Dosierung bedingt möglich
Geschmacklos Eventuell mehr Zusatzstoffe
Vordosiert  
Für unterwegs geeignet  

Folsäure kaufen – darauf sollte man achten

Eine entscheidende Rolle spielt das Herkunftsland. Produkte, welche nicht aus dem deutschen Raum oder der EU stammen, unterliegen auch nicht dessen Zulassungsstandards. Bei so einem Kauf ist ungewiss wie rein das Produkt ist und welche Dosierungen das Präparat enthält.

Hier sollte Vorsicht geboten sein. Häufig sind Präparate aus dem Ausland höher dosiert. In einigen Fällen sind dem Vitamin auch unerwünschte Zusatzstoffe und Trennmittel beigemengt.

Dosierungsangaben

Um keine unerwünschten Nebenwirkungen durch die Einnahme von Folsäure zu erfahren, ist die Angabe von empfohlenen Dosierungen auf der Verpackung wichtig. In Deutschland sind Hersteller von Pharma-Produkten und Nahrungsergänzungsmitteln dazu verpflichtet diese Angabe zu tätigen.

Beziehst du dein Vitamin B9 Produkt also aus Deutschland, ist hier nichts zu befürchten. Obwohl die Gefahr von Nebenwirkungen bei Folsäure sehr gering ist, sollten die vom Hersteller angegeben Dosierungsempfehlungen eingehalten werden.

Inhaltsstoffe

Beim Erwerb eines Folsäure Präparats sollte den Inhaltsstoffen besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden. Vor allem für Menschen mit Unverträglichkeiten bzw. Allergien spielt das eine wichtige Rolle. Häufig wird in den Produktbeschreibungen ausgewiesen, ob diese für Allergiker geeignet sind.

Nicht selten werden zusätzlich zu Vitamin B9, weitere Vitamine oder Mineralstoffe hinzugefügt um die Wirkung zu steigern und die Nährstoffversorgung zu maximieren. Aufgrund der weiteren Inhaltsstoffe kann es in bestimmten Fällen zu allergischen Reaktionen führen.

Darüber hinaus sollten Menschen mit einer Laktoseintoleranz oder einer Glutenunverträglichkeit darauf achten, dass das Produkt frei von Gluten oder Laktose ist.

Im Optimalfall enthält das Produkt keine unerwünschten Zusätze wie bestimmte Trennmittel, Aromen, Stabilisatoren, Konservierungsstoffe oder Magnesiumstearat.

Preis

Wenn du mit den Eigenschaften des Folsäure Präparats zufrieden bist, kannst du einen Blick auf den Preis werfen. Die Qualitätsunterschiede bei diesen Präparaten sind in der Regel nicht sehr groß, insofern das Produkt in der EU hergestellt wurde. Daher sind auch keine großen Qualitätseinbußen bei günstigeren Produkten zu erwarten.

Man sollte allerdings darauf Acht geben, wie sich ein günstigerer Preis rechtfertigt. Wenn beispielsweise viele Zusatzstoffe enthalten sind oder der Hersteller nicht aus der EU kommt, sollte man ggf. die Finger von dem Produkt lassen. Auch wenn ein niedriger Preis verlockend wirkt.

Reinheitsgrad

Beim Erwerb von Folsäure Präparaten, spielt der Reinheitsgrad der enthaltenen Wirkstoffe eine wichtige Rolle. Die in Deutschland oder der EU hergestellten Erzeugnisse weisen in der Regel eine sehr hohe Qualität bei hohem Reinheitsgrad auf.

Höhere Qualitätsstandards können Vorteile mit sich bringen. Diese führen dazu, dass das Produkt frei von Schwermetallen, Schimmelpilzen, E-Coli Bakterien, Salmonellen oder anderen belastenden Schadstoffen ist.

Nahrungsergänzungsmittel aus Deutschland oder der EU unterliegen speziellen Herstellungsstandards die eine hohe Qualität gewährleisten. Die Einhaltung dieser Standards wird herstellerseitig mit Zertifizierungen angegeben.

Folsäure während der Schwangerschaft und Stillzeit

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Wie wir bereits im Wirkungsbereich erwähnt haben, spielt Folsäure besonders in der Schwangerschaft eine große Rolle. Nicht ohne Grund empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) eine erhöhte Tagesdosis für Schwangere (550 µg/Tag) und Stillende (450 µg/Tag).

Vitamin B9 wurde in mehreren Studien mit Neuralrohdefekten in Verbindung gebracht. Bei dem Neuralrohr handelt es sich um die erste Entwicklungsstufe des zentralen Nervensystems, welches sich in der 3. – 4. Schwangerschaftswoche bildet (2, 3).

Wenn während dieser Phase ein Folsäuremangel vorliegt, besteht ein höheres Risiko, dass das ungeborene Kind Fehbildungen im Bereich der Wirbelsäure und des Rückenmarks bildet. Bei Frauen, die das Vitamin während der Schwangerschaft einnahmen, zeigte sich eine signifikant geringere Rate an Fehlbildungen bei ihren Kindern (4). Des Weiteren scheint Folsäure das Risiko eines angeborenen Herzfehlers signifikant zu verringern (16).

Doch nicht nur Neuralrohdefekte stellen ein Risiko dar. Auch eine Blutanämie (Blutarmut), welche aufgrund eines Folsäuremangels entsteht, kann sich negativ auf die Schwangerschaft auswirken. Symptome der Anämie können Müdigkeit, Schwäche und Herz-Kreislaufprobleme auftreten. In besonders schlimmen Fällen, wirkt sich dies ebenfalls negativ auf das ungeborene Kind aus.

Zudem sorgt Folsäure für eine Regulation der Homocysteinwerte. Bei Homocystein handelt es sich um eine nicht-proteinogene Aminosäure, welche als Zwischenprodukt bestimmter Stoffwechselprozesse anfällt. Erhöhte Homocysteinwerte stehen in Verbindung mit Frühgeburten und Fehlgeburten. In einer Studie zeigte sich, dass durch eine Einnahme von Folsäure das Risiko dieser beiden Fälle deutlich gesenkt werden kann (17).

Da eine ausreichende Nährstoffversorgung inklusive Vitamin B9 auch für Säuglinge essentiell ist, sollte auch nach der Geburt eine etwas höhere Tagesdosis Folsäure beibehalten werden. Speziell für Zellteilungs- und Stoffwechselprozesse ist das Vitamin sehr wichtig.

Folsäure bei Kinderwunsch

Folsäure ist nicht nur während der Schwangerschaft ein wichtiges Vitamin. Auch während des Versuchs Kinder zu bekommen, kann es eine wichtige Funktion einnehmen. Grund dafür ist, dass die Schwangerschaft oft nicht sofort bemerkt wird. Doch gerade in den ersten 4 Wochen der Schwangerschaft ist eine Vitamin- und Nährstoffversorgung essentiell. Während dieser Zeit werden die Grundsteine für das zentrale Nervensystem gelegt. Unter anderem das bereits erwähnte Neuralrohr bildet sich in dieser Phase.

Um Fehlbildungen zu vermeiden, sollte Folsäure daher bereits während des Versuchs Schwanger zu werden in größeren Mengen eingenommen werden.

Wusstest du schon?

Folsäure wird von Frauenärzten emfpohlen

Nicht nur wir empfehlen das Vitamin vor- und während der Schwangerschaft als Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen. Auch Gynäkologen und Ärzte weisen betroffene Personen auf diese Tatsache hin. Da bereits vor einer Schwangerschaft der Folsäure Bedarf erhöht ist, sollte bei Kinderwunsch mit einem Arzt darüber gesprochen werden.

Fazit

Folsäure gilt nicht ohne Grund als essentielles B-Vitamin. In der natürlich vorkommenden Form „Folat“ ist das Vitamin vor allem in pflanzlichen Lebensmitteln enthalten. Leider ist es sehr empfindlich und geht zum Großteil beim Kochen oder der Weiterverarbeitung verloren. Wobei ohnehin viele dieser Lebensmittel nur einen relativ geringen Folsäuregehalt bieten.

Dies ist unter anderem der Grund, dass der Großteil der Bevölkerung die empfohlene Tagesdosis von Folsäure nicht abdecken kann. Somit kommt eine Nahrungsergänzung mit Vitamin B9 immer häufiger in Frage.

Vor allem für Schwangere und Stillende Frauen, deren Bedarf erhöht ist, sollte eine Nahrungsergänzung mit diesem Vitamin zum Alltag gehören. Dadurch können Fehlbildungen aufgrund von Neuralrohrdefekten vermieden werden.

Folsäure ist sowohl in Tabletten-, als auch in Kapselform erhältlich, was eine einfache und kontinuierliche Einnahme erleichtert.

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