Viele Menschen sind auf der Suche nach einem adäquaten Ersatz für unseren normalen Haushaltszucker. Es ist bekannt, dass Saccharose (Zucker) in zu großen Mengen gesundheitsschädlich ist. Daher wird der gesellschaftliche Ruf nach einem guten Zuckerersatz immer lauter.

In diesem Zusammenhang wird oft auf Agavendicksaft zurückgegriffen. Doch ist der Sirup aus der Agave ein guter Zuckerersatz und ist dieser überhaupt gesund?

Wir beleuchten in diesem Artikel, auf Basis wissenschaftlicher Studien, genau diese Fragen und liefern dir alles Wichtige rund um den Nektar aus dem Herzen der Agave. Wir geben dir außerdem das beste momentan auf dem Markt erhältliche Produkt an die Hand und zeigen dir wie sich Agavendicksaft für Diabetiker oder zum Backen eignet.

Das Wichtigste in Kürze

  • Agavendicksaft wird meistens in Mexiko aus der gleichnamigen Agave gewonnen und hergestellt
  • Nicht in rauen Mengen verzehren, da der hohe Anteil an Fructose nicht gut vom Körper verwertet werden kann
  • Die Süßkraft von Agavendicksaft ist 1,4 mal höher als bei herkömmlichen Zucker
  • hat weniger Kalorien als Zucker
  • Glykämischer Index von 15 – wirkt sich gering auf den Blutzuckerspiegel aus
  • Eignet sich gut zum Süßen von Speisen oder Flüssigkeiten

Der beste Agavendicksaft

Biozentrale Agavensirup – 3 x 350g

Der Agavendicksaft von Biozentrale wird aus kontrolliert ökologischer Landwirtschaft gewonnen. Dieser Sirup bietet eine natürliche Alternative zu Zucker. Vor allem für das Süßen von Getränken, Kuchen, und Dessert geeignet. Bei der Verpackung wird auf Umweltfreundlichkeit geachtet.

Dieser Agavensirup wird in Mexiko gewonnen, in den wüstenähnlichen Regionen der Sierra Madre Occidental.

Zum Produkt

Was ist Agavendicksaft?

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Wie der Name bereits vermuten lässt, stammt der süß schmeckende Agavendicksaft oder auch Agavensirup aus der gleichnamigen Agave. Die Agave gehört zu Familie der Spargelgewächse. Ihr Name leitet sich aus dem griechischen „agavos“ ab. Es bedeutet so viel wie prachtvoll oder edel.

Die Agave ist eine Pflanze, die den Kakteen sehr ähnlich ist. Zwischen Kakteen und Agaven gibt es Unterschiede, sie teilen sich aber verschiedene Eigenschaften. Die Agave kommt mit hoher Trockenheit zu Recht und kann große Mengen an Feuchtigkeit speichern. Sie kommt also mit ähnlichen klimatischen Bedingungen zu Recht, wie das auch bei Kakteen der Fall ist.

Die Pflanze ist vor allem in Mittelamerika und Mexiko verbreitet. Ihre Ausbreitung reicht aber bis Panama und den Norden Südamerikas. Die Agave kann bis zu 12m hoch werden und ihre Blätter sind rosettenförmig angeordnet.

Aus der Agave wird wiederum der gleichnamige Dicksaft extrahiert. Dafür wird der Kern der Pflanze entfernt und die Blätter an ihren Ansätzen angeschnitten. Dadurch tritt dort über mehrere Monate der Pflanzensaft aus. Dieser bildet die Grundlage für die Herstellung von Agavendicksaft. Der Saft der Pflanze wird außerdem für die Herstellung von Tequila verwendet.

Um den Agavensirup länger haltbar zu machen, wird der entnommene Saft erhitzt. Durch das Erhitzen, verliert der Saft an Wasser und wird dickflüssiger. Das Resultat dieses Vorgangs ist dann der Agavendicksaft. Die Konsistenz dieses Sirups ähnelt der Konsistenz von Honig, ist aber etwas dünnflüssiger und meist farblos. In einigen Fällen reicht der Farbton der Flüssigkeit bis ins Dunkelgelbe.

Zusammenfassung:

Die Agave ist eine Kakteen-ähnliche Pflanze, die vor allem in Mexiko beheimatet ist. Der Agavendicksaft wird aus dem Kern der Pflanze gewonnen. Hierfür wird der entnommene Pflanzensaft erhitzt. Der Dicksaft hat eine ähnliche Konsistenz wie Honig, ist meist farblos und hat einen süßen Geschmack.

Agavendicksaft – Nährwerte und Kalorien

Der Agavendicksaft hat weniger Kalorien als herkömmlicher Zucker. Das Kann bei Diäten hilfreich sein. Durch den Herstellungsprozess verliert der Sirup allerdings fast alle Vitamine und Mineralstoffe. Die hierfür verwendeten Enzyme und die Hitze machen vielen Nährstoffen den Gar aus.

In der folgenden Tabelle siehst du die Nährwerte und Kalorien von Agavendicksaft:

Nährwerte von Agavendicksaft pro 100 Gramm  
Kalorien 304
Eiweiß 0,1 g
Fett 0 g
Kohlenhydrate 76 g
Zucker 73 g
Davon Glucose in % 24 – 26
Davon Fructose in % 70 – 75

Der hohe Anteil an Fructose ist vor allem für Diabetiker interessant. Der Agavensirup beeinflusst dadurch den relevanten Blutzuckerspiegel viel geringer als raffinierter Zucker.

Zusammenfassung:

Agavendicksaft enthält bei höherer Süßkraft weniger Kalorien als herkömmlicher Haushaltszucker. Er verliert aber durch den Herstellungsprozess viele Mineralstoffe und Vitamine. Der hohe Fructosegehalt macht den Sirup zu einem interessanten Zuckerersatz für Diabetiker.

Ist Agavendicksaft gesund?

Agavendicksaft ist definitiv nicht das, was man als gesund bezeichnen kann. Er enthält ursprünglich wichtige Vitamine und Nährstoffe. Diese werden allerdings beim Herstellungsprozess durch Enzyme und Hitze weitestgehend zerstört. Außerdem besteht der Sirup hauptsächlich aus Glucose und Fructose.

In hohen Mengen zugeführt, sind diese beiden Zuckerarten nicht gesundheitsförderlich. Vor allem der hohe Fructosegehalt kann ernsthafte Beschwerden hervorrufen.

Glucose ist ein sehr wichtiges Molekül, welches in jedem lebenden Organismus auf der Erde zu finden ist. Viele gesunde Lebensmittel wie Obst und Gemüse enthalten Glucose. Dieses Monosaccharid ist absolut überlebenswichtig. Jede Zelle in unserem Körper ist dazu in der Lage, diesen Einfachzucker zu verwerten.

Fructose hingegen, kann nur von der Leber in relevantem Maße verwertet werden (1). Nimmt man kontinuierlich einen Überschuss an Fructose zu sich, so kann das zur Entstehung verschiedener (Stoffwechsel-)Erkrankungen beitragen. Hierzu zählen: Insulinresistenz und Diabetes-Typ-2, metabolisches Syndrom sowie verschiedene Herzerkrankungen (2).

Das sind die potenziellen Folgen einer Überlastung der Leber. Die überschüssige Fructose wird in Fett umgewandelt. Dieses Fett setzt sich dann auch in der Leber ab, was zu einer Fettleberkrankheit führen kann (3, 4). So ist zumindest die Ansicht vieler Forscher.

Agavendicksaft enthält ungefähr zu 85% Fructose. Haushaltszucker hingegen enthält nur ca. 50% Fructose.

Neben diesen negativen Faktoren hat der Agavensirup aber auch einige Eigenschaften, die ihn zu einem guten Zuckerersatz machen können. Er hat einen geringeren Brennwert als Saccharose (gewöhnlicher Zucker) und dabei eine höhere Süßkraft. Es ist also weniger Dicksaft vonnöten, um dieselbe Süße zu erreichen.

Agavendicksaft bei Diabetes

Außerdem bietet der Agavendicksaft für Diabetiker einige Vorteile. Er hat nämlich einen viel geringeren glykämischen Index als raffinierter Zucker. Der glykämische Index ist ein Maß dafür, wie schnell der Blutzuckerspiegel nach dem Verzehr eines Lebensmittels ansteigt. Je höher der Index-Wert, desto schneller und größer die Blutzuckerspitzen (5, 6, 7).

Der hohe Anteil an Fructose im Sirup, sorgt für den relativ geringen glykämischen Index von 15. Fructose beeinflusst nämlich den Blutzuckerspiegel nicht. Gewöhnlicher Zucker hat hingegen einen glykämischen Index von 70.

Um die Auswirkungen von Saccharose und Agavennektar auf das Körpergewicht und den Blutzuckerspiegel zu messen, wurde hierzu eine Studie an Mäusen durchgeführt. 34 Tage lang erhielt eine Gruppe Agavendicksaft, die andere Sachharose. Nach Ablauf der Zeit, waren der Blutzuckerspiegel und das Körpergewicht der Saccharose-Gruppe stärker gestiegen, als bei der Agavennektar-Gruppe (8).

Der glykämische Index und der geringere Brennwert sind natürlich nur zwei Faktoren, um die Gesundheit eines Lebensmittels zu bewerten. Abschließend kann man festhalten, dass der Agavensirup in gesundem Maße einen guten Zuckerersatz darstellen kann – vor allem für Diabetiker. Man sollte allerdings – wie auch bei normalem Haushaltzucker – den Dicksaft nur in Maßen genießen.

Zusammenfassung:

Agavendicksaft verliert durch den Herstellungsprozess viele Nährstoffe und Vitamine. Der hohe Fructosegehalt kann gesundheitsgefährdend sein, wenn der Sirup in hohen Mengen verzehrt wird. Er beeinflusst aber auch den Blutzuckerspiegel nicht so stark wie gewöhnlicher Zucker und hat weniger Kalorien bei höherer Süßkraft. Der Agavennektar ist zwar nicht gesund, stellt in moderaten Mengen allerdings einen guten Zuckerersatz dar.

Agavendicksaft besser als Zucker?

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Agavendicksaft kann durchaus einen guten Zuckerersatz abgeben. Ob der Dicksaft aus der Agave allerdings besser als Zucker ist, hängt vor allem von den persönlichen Präferenzen und eventuellen Vorerkrankungen ab.

Er hat einen geringeren glykämischen Index als Zucker und beeinflusst dadurch den Blutzuckerspiegel nur gering. Das macht ihn vor allem für Diabetiker zu einem interessanten Zuckerersatz. Er besitzt außerdem weniger Kalorien als normaler Zucker und süßt dabei intensiver. Dadurch kann man bei einer Diät einige Kalorien sparen.

Durch den neutralen Geschmack des Dicksaftes, eignet sich dieser zum Süßen von vielen verschiedenen Speisen. Vor allem für das Süßen von Flüssigkeiten, bietet sich der Sirup an. Er ist sehr gut löslich und versieht Getränke oder flüssige Speisen mit einer geschmacksneutralen Süße.

Lediglich der hohe Anteil an Fructose kann gesundheitsgefährdend sein. Wie auch bei normalen Zucker, sollte Agavendicksaft daher nur in überschaubaren Mengen konsumiert werden. Die WHO gibt hier eine Tages-Höchst-Dosis von sechs Teelöffeln zugesetztem Zucker vor.

Auch bei einer Fructoseintoleranz sollte von dem Nektar als Zuckerersatz abgesehen werden. Durch den hohen-Fructoseanteil führt der Dicksaft dann zu unangenehmen Symptomen.

Zusammenfassung:

Ohne Vorerkrankungen kann Agavendicksaft besser als Zucker sein. Er besitzt weniger Kalorien bei höherer Süßkraft. Außerdem enthält er kleine Mengen an Vitaminen und andere Nährstoffen. Der Blutzucker wird durch den Dicksaft nicht beeinflusst – gut für Diabetiker. Bei Fructoseintoleranz ist der Sirup wegen des hohen Fructose-Anteils allerdings nicht besser als Zucker.

Die Fructose im Agavendicksaft

Agavendicksaft besteht zu 85% aus Fructose. Der hohe Anteil bietet einige Vorteile, aber auch gesundheitliche Risiken. Fructose ist eine natürlich vorkommende Verbindung, welche zu den Kohlenhydraten zu zählen ist. Bei Fructose handelt es sich um ein Monosaccharid (Einfachzucker).

Das Monosaccharid ist farblos und kommt geruchslos mit einem süßen Geschmack daher. Der Unterschied zwischen Glucose und Fructose liegt vor allem in der Süßkraft. Diese ist bei Fructose 2,5 mal höher. Hierher rührt auch die stärkere Süßkraft des Agavensirups.

Zusammenfassung:

Fructose ist farb- und geruchlos und hat eine 2,5 mal höhere Süßkraft als Glucose.

Die gesundheitlichen Risiken des Monosaccharids

Darüber hinaus wird der Einfachzucker nicht so gut vom Körper verwertet. Lediglich 10% der Fructose werden vom Körper adäquat verwertet. Das sorgt für einige gesundheitliche Risiken bei zu hohen verzehrten Mengen.

Wie bereits erwähnt, erhöht zu hoher Konsum von Fructose das Risiko am sogenannten metabolischem Syndrom zu erkranken und die Insulinresistenz zu erhöhen (2). Diese Erkrankungen gehen Hand in Hand mit einigen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes-Typ-2 (2).

Außerdem erhöht starker Frucotsekonsum das Risiko eine Fettleber auszubilden. Das Monosaccharid wird primär von der Leber verarbeitet, welche bei zu großem und häufigem Verzehr von Fructose zunehmend überlastet werden kann. Als Resultat dessen, wird überschüssiges Fett eingelagert – auch in der Leber.

Die Fettleber wiederum erhöht ebenfalls das Risiko an metabolischem Syndrom und Diabetes-Typ-2 zu erkranken (9, 10).

Ein weiteres gesundheitliches Risiko besteht im Einfluss von Fructose auf das „schlechte“ LDL-Cholesterin. Untersuchungen zeigen, dass das Monosaccharid dieses erhöhen kann und zu einer erhöhten Einlagerung von Bauchfett führen kann (11).

Es ist nichtsdestotrotz keine Panik angebracht. Bei moderatem Konsum ist der Einfachzucker sicher. Obst beispielsweise enthält neben Ballaststoffen und Vitaminen auch Fructose. Diese sind bekanntlich gesund für unseren Organismus. Die enthaltene Menge des Monosaccharids in Früchten ist allerdings auch unlängst geringer.

Der Einfachzucker hat aber auch einige Vorteile gegenüber der Glucose. Zum einen wird der Blutzuckerspiegel durch Fructose nicht beeinflusst. Das wiederum erübrigt den regulierenden Insulinausstoß des Körpers und macht das Monosaccharid zu einer guten, süßen Alternative für Diabetiker.

Zum anderen sorgt er für eine geringere Kalorienzahl im Agavendicksaft. Man spart also etwas und kann konstatieren, dass der Agavennektar die Einlagerung von Bauchfett in geringerem Maße fördert, als das bei raffiniertem Zucker der Fall ist.

Zusammenfassung:

Die Fructose im Agavendicksaft sollte nicht in rauen Mengen verzehrt werden, da sich das Risiko erhöht an metabolischem Syndrom, Fettleber, Diabetes-Typ-2 und Herzkreislaufstörungen zu erkranken. Auch das LDL-Cholesterin kann sich erhöhen. Moderate Mengen hingegen, wie sie in Obst enthalten sind, gelten als absolut ungefährlich.

Agavensirup bei Fructoseintoleranz

Fructose wird im Dünndarm über kleine Transportproteine in die Blutbahn geschleust. Diese Transportvehikel haben eine natürliche Kapazitätsgrenze hinsichtlich der Aufnahmefähigkeit für das Monosaccharid. Überschreitet die aufgenommene Fructose-Menge diese Grenze, so gelangt der Einfachzucker in den Dickdarm und verursacht dort Beschwerden.

Zu den dann auftretenden Symptomen gehören:

  • Völlegefühl
  • Durchfall
  • Verstopfung
  • Übelkeit
  • Blähungen
  • Bauchschmerzen bis hin zu Krämpfen in der Magengegend

Es wird angenommen, dass bei einer zugeführten Menge von 25 g Traubenzucker bis zu 50% der Menschen in Deutschland Symptome einer Fructoseintoleranz zeigen. Bei einer vorherrschenden Empfindlichkeit sollte die täglich verzehrte Menge also unter besonderer Beobachtung stehen. Jeder Mensch reagiert hier unterschiedlich.

Es macht also Sinn zunächst etwas weniger vom Agavendicksaft zu verwenden, um die Verträglichkeit zu prüfen.

Zusammenfassung:

Bei Fructoseintoleranz zunächst die verträgliche Menge an Agavendicksaft überprüfen. Ansonsten können Magen-Darm-Probleme auftreten.

Agavendicksaft fürs Baby

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Babys reagieren auf bestimmte Inhaltsstoffe empfindlicher als das bei Erwachsenen der Fall ist. So dürfen Babys beispielsweise keinen Honig bekommen. Dieser enthält geringe Mengen Bakterien. Für Erwachsene stellt das überhaupt kein Problem dar. Babys haben allerdings noch kein komplett ausgereiftes Immunsystem und sind viel anfälliger für ernsthafte Krankheiten, die diese Bakterien erzeugen können.

Gesüßte Speisen mit Agavendicksaft stellen für Säuglinge keine akute Gefahr dar. Dennoch ist es dem Süßen mit normalen Zucker sehr ähnlich. Die Menge sollte also wohl dosiert werden, um dem Baby nicht zu schaden.

Am besten ist es ohnehin, wenn die Speisen unverfälscht gegessen werden. Damit sich der Geschmackssinn im ersten Lebensjahr gesund entfalten kann. Das Süßen von Lebensmitteln bis zum ersten Geburtstag ist eigentlich nicht vonnöten. Wenn man denn etwas süßen muss kann man als gesündere Alternative auch auf Obstmus zurückgreifen.

Sollte mit Agavendicksaft oder Zucker gesüßt werden, dann nur in geringen Mengen bis zum ersten Geburtstag. In den folgenden Jahren spricht nichts gegen das Integrieren von leicht gesüßten Speisen (auch mit Agavendicksaft) in den Ernährungsplan.

Zusammenfassung:

Bis zum ersten Lebensjahr sollte auf das Süßen von Lebensmitteln weitestgehend verzichtet werden. Wenn gesüßt werden muss, dann Agavendicksaft nur in geringen Mengen oder Obstmus als Alternative nutzen. Ab dem Kleinkindalter kann der Agavensirup für die leichte Süßung von Speisen bedenkenlos verwendet werden.

Agavendicksaft in der Schwangerschaft

Es stellt auch in der Schwangerschaft kein Problem dar Agavendicksaft zum Süßen zu verwenden. Insofern dies in nicht allzu großen Mengen geschieht. Der hohe Anteil an Zucker verhindert das Ansiedeln von gefährlichen Bakterien im Sirup.

Darüber hinaus wird der Dicksaft nach der Gewinnung erhitzt. Das tötet ebenfalls Bakterien ab. Im Privatgebrauch kann man ihn auch für das Süßen von erhitzten Soßen verwenden. All das stellt kein Problem dar, insofern keine allzu großen Mengen verwendet werden.

Zusammenfassung:

Agavendicksaft kann in der Schwangerschaft ohne Probleme zum Süßen verwendet werden.

Backen mit Agavendicksaft

Durch den sehr neutralen Eigengeschmack und die gute Löslichkeit, eignet sich Agavendicksaft hervorragend für das Backen. Der Eigengeschmack richtet sich allerdings ein wenig nach der Farbe des Sirups. Auf dem Markt ist der Agavensirup in etwas hellerem Ton, mit bernsteinfarbenen Ton und in sehr dunklem Ton erhältlich.

Je dunkler die Färbung des Sirups, desto intensiver der Geschmack. Er wird aber unterm Strich größtenteils neutral wahrgenommen. Beim Backen funktioniert der Sirup besonders gut in Brot, Kuchen, Keksen und anderen Dessertvarianten.

Berücksichtigt werden, sollte vor allen Dinge die stärkere Süßkraft des Nektars. Er ist ungefähr 1,4 mal Süßer als Zucker. Beim Backen sollte das beachtet werden.

Hinsichtlich der Süßkraft entspricht eine Tasse Agavendicksaft gegenüber anderem Zuckerersatz:

  • 2 Tassen Zuckerersatz
  • 2 Tassen Maissirup
  • 1 Tasse Honig
  • 1 Tasse Ahornsirup

Auch die Backzeit verkürzt sich durch den Nektar ein wenig. Agavendicksaft backt schneller als Haushaltszucker. Daher sollte die Temperatur um 10 bis 15 °C reduziert werden.

Zusammenfassung:

Agavendicksaft eignet sich hervorragend zum Backen. Je dunkler die Farbe des Sirups, desto intensiver der Eigengeschmack. Außerdem sollte beim Backen die stärkere Süßkraft (1,4 mal höher als bei Zucker) berücksichtigt werden und die Backtemperatur um 10 bis 15°C reduziert werden.

Agavendicksaft kaufen – darauf sollte man achten

Agavendicksaft ist ganz einfach überall zu online zu erwerben. Beim Kauf des Sirups gibt es aber einige Dinge, die es zu beachten gilt. Im Folgenden beleuchten wir die einzelnen Kaufkriterien genauer.

Herkunftsland

Eine entscheidende Rolle spielt das Herkunftsland. Der meiste Agavendicksaft wird in Mexiko hergestellt. Die Qualtiät des aus Mexiko importierten Sirups ist daher auch meist die Beste. Der ökologische Fußabdruck des Produkts leidet natürlich unter der hohen Distanz zwischen dem Herkunftsland und Deutschland.

Geschmack und Farbe

Der Geschmack des Agavendicksaftes richtet sich maßgeblich nach der Farbe des Erzeugnisses. Je dunkler der Sirup, desto intensiver wird der Geschmack wahrgenommen. Abhängig vom eigenen Geschmack, kann für größtmögliche Geschmacksneutralität auf einen Dicksaft zurückgegriffen werden, der möglichst farblos ist.

Nichtsdestotrotz wird der Geschmack des Agavennektars als weitestgehend neutral beschrieben.

Preis

Die Qualitätsunterschiede verschiedener Agavendicksäfte sind in der Regel nicht sehr groß, insofern der Sirup in Mexiko hergestellt wurde. Daher sind auch keine allzu großen Qualitätseinbußen bei etwas günstigeren Produkten zu erwarten.

Produkte in Bio-Qualität können hier allerdings die Ausnahme bilden. Der höhere Preis wird durch das Weglassen von Pestiziden gerechtfertigt. Das sorgt auch beim Verbraucher für höhere Produktqualität.

Biologischer Anbau

Achten Sie auf das Bio Siegel. Agavendicksaft-Produkte aus Bioanbau wurden ursprünglich nicht mit Pestiziden bearbeitet. Bei diesem Anbauverfahren erhalten sie also ein naturbelassenes Produkt in Bio-Qualität, welches keine Pesitizidrückstände aufweist.

Agavensiurp aus biologischem Anbau hat darüber hinaus einen besseren ökologischen Fußabdruck. Sie unterstützen damit den Umweltschutz in den Herstellungsländern. Man muss allerdings beachten, dass der Import einen erhöhten CO2-Ausstoß verursacht. Schiffe sorgen für hohe Emissionsraten.

Wusstest du schon?

Um den hohen Anteil an Fructose im Agavendicksaft zu erreichen, muss die Pflanze zwischen sechs und acht Jahre reifen. Die Pflanzen werden außerdem hauptsächlich von den mexikanischen Langnasenfledermäusen bestäubt. Sie benutzen ihre langen Schnauzen für die Nahrungsaufnahme. Dabei übertragen sie die Pollen einer Agave auf andere Agaven-Pflanzen und bestäuben diese so.

Die Agave sieht aus wie ein Kaktus, ist aber mit den Lilien verwandt. Die Blätter wiederum sind wie bei Kakteen mit Nadeln besetzt. Diese haben allerdings eine eher weiche Beschaffenheit.

Das Herz der Agave, aus der der Nektar für den Dicksaft gewonnen wird, ist bei der Ernte bis zu 100 Kilo schwer.

Fazit

Agavendicksaft ist in bestimmten Fällen ein guter Zuckerersatz – vor allem für das Backen und Süßen von Getränken. Sein relativ neutraler Geschmack und die gute Löslichkeit machen ihn zu einem guten Alternativprodukt.

Der hohe Anteil an Fructose kann allerdings die Entstehung von Krankheiten fördern. Daher sollte der Agavensirup nur in moderaten Mengen täglich konsumiert werden. Bei moderatem Konsum stellt er keine Gefahr für den Körper dar.

Darüber hinaus kann man mit Agavendicksaft als Zuckerersatz einige Kalorien sparen, da seine Süßkraft 1,4 mal höher als die von Zucker ist. Dabei hat er ebenfalls weniger Kalorien pro 100 g als herkömmlicher Haushaltszucker.

Auch Diabetiker können vom Dicksaft profitieren, da er den Blutzuckerspiegel nur in geringem Maße beeinflusst. Menschen mit Lactoseintoleranz sollten allerdings vorher prüfen wie viel sie vom Sirup vertragen können und dementsprechend die Dosis anpassen. Ansonsten können Magen-Darm-Beschwerden auftreten.

Alles in allem kann Agavendicksaft ein guter Ersatz für Zucker sein, der aber in moderaten Mengen konsumiert werden sollte.

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