Reissirup ist einer der weniger bekannten Zuckeralternativen. Es zählt jedoch mit Sicherheit zu den ältesten. Doch kann man bei Reissirup überhaupt von einer gesunden Zuckeralternative sprechen? Wie viele Kalorien hat der flüssige Zucker und wofür eignet er sich im Alltag am besten? Das Suppwiki24 Team hat sich den Zuckerersatz genauer angeschaut.

Das Wichtigste in Kürze

  • Zuckeralternative
  • Wird aus Reis gewonnen
  • Besitzt einen Glykämischen Index von 98
  • Eignet sich sehr gut zum Kochen und Backen

Der beste Reissirup

Bio Reissirup – Reishunger

Der Reissirup des deutschen Herstellers Reishunger überzeugt vor allem durch die Bio Qualität. Das Produkt kommt in einer 350 g Packung daher, welche sich über Amazon sowohl einzeln als auch in einem preisgünstigen 3er- oder 6er-Pack bestellen lassen.

Da diese Zuckeralternative aus Reis hergestellt wird, bietet sie für Veganer eine gute Alternative zu klassischem Honig. Die Farbe und Konsistenz verbinden diese beiden Lebensmittel bereits. Tut es auch der Geschmack? Das erfährst du in diesem Beitrag.

Zum Produkt

Was ist Reissirup?

was-ist-reissirup

Reissirup stammt ursprünglich aus Japan und gilt als eines der ältesten Süßungsmittel der Welt. Heutzutage wird es in vielen Küchen gerne als Zuckerersatz verwendet.

Die Farbe und Konsistenz erinnert etwas an klassischen Honig. Im Vergleich zu diesem süßt es allerdings etwas weniger. Reissirup besitzt einen leichten Nuss-, und Karamellartigen Eigengeschmack. Aufgrund dessen wird es gerne zum Backen, Kochen oder süßen von Getränken verwendet wird.

Reissirup wird aus braunem Reis gewonnen. Dabei wird der Reis zu Mehl zermahlen und anschließend mit Enzymen versetzt. Diese Enzyme sorgen dafür, dass die enthaltene Stärke in Zuckermoleküle umgewandelt wird. Übrig bleibt süßer, dickflüssiger Sirup wie man ihn zu kaufen bekommt.

Reissirup – wie gesund ist der Zuckerersatz wirklich?

Reissirup weist ein etwas anderes Nährstoffprofil als herkömmlicher Zucker auf. Dieses bringt Vor-, und Nachteile mit sich. Welche das sind, und warum Reissirup nicht unbedingt eine gute Zuckeralternative ist, zeigen wir dir in diesem Absatz.

Zuerst einmal ein Blick auf das Nährstoffprofil von Reissirup im Vergleich mit Haushaltszucker.

Nährstoff (100 g) Zucker Reissirup
Fructose 50 g 0 g
Glucose 50 g 17 g
Oligosaccharide 0 g 21 g
Maltose 0 g 39 g
Calcium 0,6 mg 11 mg
Magnesium 0,2 mg 29 mg
Kalium 2,5 mg 111 mg
Eisen 0,1 mg 1 mg
Phosphor 0,3 mg 63 mg
Kalorien 409 kcal 316 kcal

Es fällt sofort auf, dass Reissirup im Vergleich zu herkömmlichem Zucker mehr Mineralstoffe enthält. Dies kann man aber nicht als besonderen Vorteil zählen, da die Mengen im Vergleich zu anderen Lebensmitteln nicht sonderlich hoch sind. Um beispielsweise seinen Tagesbedarf von 4 g Kalium zu decken, müsste man 3,6 kg Reissirup konsumieren.

Aufgrund des hohen Anteils an Oligosacchariden wird dieser Zuckerersatz etwas langsamer in den Blutkreislauf aufgenommen als reine Glucose. Der Unterschied ist allerdings nur minimal. Reissirup besitzt einen sehr hohen Glykämischen Index (GI) von 98. Der GI gibt an, welchen Effekt die enthaltenen Kohlenhydrate auf den Blutzucker haben.  Zum Vergleich: Glukose besitzt einen Wert von 100. Die Differenz beträgt also lediglich 2 auf der GI-Skala.

Ein Vorteil von Reissirup ist, dass kein Gluten und keine Fructose enthalten ist. Aus diesem Grund wird es gerne von Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit oder Fructoseintoleranz verwendet.

Nachfolgend findest du die Vorteile von Reissirup auf einen Blick.

Vorteile reissirup-vorteile
Nachteile reissirup-nachteile
Kein Gluten enthalten Hoher Glykämischer Index
Keine Fructose enthalten Nicht viel gesünder als herkömmlicher Zucker

Reissirup – Glykämischer Index

Um zu verstehen wie der Glykämische Index (GI) funktioniert, ist ein kleiner Exkurs notwendig.

Der GI wurde bereits vor über 30 Jahren entwickelt. Dabei handelt es sich um ein Verfahren zur Bestimmung der Auswirkungen von kohlenhydrathaltigen Lebensmitteln auf den Blutzucker. Als Richtwert wird dabei der GI von Glukose verwendet. Dieser beträgt genau 100.

Isst man beispielsweise ein Produkt mit einem GI von 40, so ist dessen Wirkung auf den Blutzucker 40 % so stark wie die von reiner Glukose.

Innerhalb des Glykämischen Index unterteilt man in drei Kategorien.

Bezeichnung GI-Werte
Niedriger Glykämischer Index 0 – 49
Mittlerer Glykämischer Index 50 – 69
Hoher Glykämischer Index 70 +

Viele Ernährungswissenschaftler und Gesundheitsorganisationen empfehlen die Ernährung nach einem niedrigen GI auszurichten. Denn es gibt Hinweise darauf, dass Lebensmittel mit einem hohen GI bei häufigem Konsum Übergewicht, Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen auslösen können (1, 2).

Glykämische Last

Die Glykämische Last bzw. Ladung (GL) bezieht die Kohlenhydratdichte eines Lebensmittels mit ein. Die Angabe einer GL gibt somit mehr Informationen über die Auswirkungen auf den Blutzucker preis als der GI. Der Wert ist oft nützlich für Diabetiker oder Menschen auf einer speziellen Diät.

Folgendermaßen wird die GL berechnet:

(Glykämischer Index / 100) * Kohlenhydratmenge des Lebensmittels = GL

Die Glykämische Last wird ebenfalls in drei Kategorien unterteilt.

Bezeichnung GL-Werte
Niedrige Glykämische Last 0 – 9
Mittlere Glykämische Last 10 – 19
Hohe Glykämische Last 20 +

Mit einem GI von 98 besitzt Reissirup fast den gleichen Wert wie reine Glukose. Die Verwendung von Reiszucker kann somit zu Heißhunger führen (3). Das bedeutet, dass man dabei nicht unbedingt von einem guten Zuckerersatz für Diabetiker sprechen kann. Auch für Menschen mit Übergewicht eignet sich diese Zuckeralternative eher weniger.

Zusammenfassung:

Reissirup besitzt einen sehr hohen Glykämischen Index von 98. Dadurch eignet es sich nicht für Diabetiker und Menschen mit Übergewicht. Zudem kann es nicht als gesunde Zuckeralternative betrachtet.

Reissirup – Fructose und Gluten

reissirup-fructose-gluten

Trotz eines sehr hohen Glykämischen Index kann man Reissirup auch ein paar Vorteile zusprechen. Dazu zählt, dass es im Gegensatz zu herkömmlichem Haushaltszucker keine Fructose und kein Gluten enthält.

Dies kann als positiver Aspekt gezählt werden, da sich Fructose in Studien als schädlich herausgestellt hat. Zwar erhöht der Fruchtzucker den Blutzuckerspiegel nicht so stark wie Glukose, allerdings gibt auch einige Nachteile.

Während Glukose von jeder Zelle im Körper verstoffwechselt werden kann, kann Fructose nur von der Leber verstoffwechselt werden. Dies kann auf Dauer negative Auswirkungen haben. (4)

Zudem vermuten Wissenschaftler, dass ein übermäßiger Fructose-konsum eine Ursache von Typ-2-Diabetes ist (5).

Außerdem wird ein vermehrter Konsum mit Insulinresistenz und einer Fettleber in Verbindung gebracht (6, 7).

Diese Tatsachen sollten jedoch nicht negativ in Verbindung mit Früchten gebracht werden. Diese enthalten Fructose in relativ geringen Mengen und gelten aufgrund der Vitamine und weiteren Nährstoffen als sehr gesund.

Bei Gluten handelt es sich um einen Getreidebestandteil. Manche Menschen haben eine Unverträglichkeit auf diesen Stoff. Betroffene Personen müssen speziell darauf achten glutenfreie Produkte zu konsumieren. Da Reissirup bekanntermaßen aus Reis gewonnen wird und somit kein Gluten enthält, bietet sich dieser Zuckerersatz auch für Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit an.

Zusammenfassung:

Reissirup enthält keine Fructose, welche in Verdacht steht Ursache von Krankheiten wie Diabetes zu sein. Zudem enthält es kein Gluten, weshalb es sich gut für Menschen mit entsprechenden Unverträglichkeiten eignet.

Reissirup – Verwendung

Es muss nicht immer alles zu 100 % Gesund sein. Wer dieses Motto im Hinterkopf behält, für den kann Reissirup sehr interessant sein.

Aufgrund des leichten Nuss-, Karamell-Geschmacks eignet sich der Sirup sehr gut zum Kochen und Backen. Neben dem Süßeffekt lässt sich damit eine gewisse Geschmacksnote erzeugen, die man sehr gut in einige Speise integrieren kann. Auch als Süßstoff in Tee wirkt sich der Zusatz von Reissirup positiv auf den Geschmack aus.

Besonders gut eignet sich der Sirup zum Backen von einem Hefeteig. Den enthaltenen Hefebakterien wird durch Reissirup etwas unter die Arme gegriffen, was den Teig schneller aufgehen lässt.

Wer Honig gerne als Brotaufstrich verwendet, für den kann Reissirup ein neuer potenzieller Favorit werden. Am besten einfach selbst austesten.

Es sollte jedoch beachtet werden, dass Reissirup eine etwas schwächere Süßkraft als herkömmlicher Haushaltszucker besitzt, weshalb man etwas mehr davon verwenden muss.

Reissirup kaufen – darauf sollte man achten

reissirup-kaufen

Für den privaten Nutzen kann Reissirup ganz einfach überall online erworben werden. Auf dem Markt ist die Zuckeralternative nur in Form eines Sirups erhältlich. Wir zeigen dir worauf du beim Kauf achten solltest.

Herkunftsland / Hersteller

Eine entscheidende Rolle spielt der Hersteller. Wenn dieser nicht in der EU ansässig ist, unterliegt die Herstellung auch nicht deren Standards.

Dies hat besondere Relevanz, da eine Studie den Arsengehalt von braunem Reissirup aus Asien untersucht hat. Sie kam zu dem Ergebnis, dass die Produkte teilweise eine erhöhte Arsenkonzentration aufwiesen (8). Einige Organisationen Stufen diese Werte allerdings als unbedenklich ein.

Wenn du dein Reissirup von deutschen Herstellern beziehst, kannst du relativ sicher sein, dass die Qualität den Richtlinien entspricht. Du solltest es vermeiden Produkte aus dem Ausland zu kaufen bzw. Reissirup aus einem weit entfernten Urlaub mitzubringen.

Preis

Die Qualitätsunterschiede bei Reissirup sind in der Regel nicht sehr groß, insofern das Produkt in der EU hergestellt wurde. Daher sind auch keine großen Qualitätseinbußen bei günstigeren Produkten zu erwarten.

Man sollte allerdings darauf Acht geben, wie sich ein günstigerer Preis rechtfertigt. Wenn beispielsweise viele Zusatzstoffe enthalten sind oder der Hersteller nicht aus der EU kommt, sollte man ggf. die Finger von dem Produkt lassen. Auch wenn ein niedriger Preis verlockend wirkt.

Biologischer Anbau

Achten Sie auf das Bio Siegel. Produkte aus Bioanbau wurden ursprünglich nicht mit Pestiziden bearbeitet. Bei diesem Anbauverfahren erhalten sie also ein naturbelassenes Produkt in Bio-Qualität, welches keine Pesitizidrückstände aufweist.

Reissirup aus biologischem Anbau hat ebenfalls einen besseren ökologischen Fußabdruck. Sie unterstützen damit den Umweltschutz in den Herstellungsländern und fördern die ökologische Landwirtschaft.

Wusstest du schon?

Zuckerkonsum

Der Zuckerkonsum in Deutschland beläuft sich jährlich aktuell auf fast 35 kg pro Kopf. Davon nehmen wir knapp 8 kg ausschließlich über Getränke zu uns. 27 kg nehmen somit die Speisen ein.

Sowohl in Deutschland, als auch im Rest der Welt werden aktuell die Zuckergehalte in Fertigprodukten reduziert. Auch Zuckeralternativen wie Xylit werden von der Industrie immer häufiger verwendet.

Fazit

Als gesunder Zuckerersatz kann Reissirup nicht bezeichnet werden. Jedoch besitzt der Sirup ein paar Vorteile im Vergleich zu herkömmlichen Zucker, welche es zu einer attraktiven Zuckeralternative für manche Menschen macht.

Vor allem Personen die an Unverträglichkeiten von Fructose und Gluten leiden sind mit Reissirup gut bedient. Es enthält keinen der beiden Stoffe und kann somit bedenkenlos konsumiert werden.

Auch für Veganer eignet sich dieser pflanzliche Zucker natürlich hervorragend.

Wenn du weder eine Unverträglichkeit hast, noch unter Diabetes leidest, kann dir Reissirup eine willkommene Abwechslung zu langweiligem Haushaltszucker bieten.

Es lässt sich aufgrund des leicht Nuss- Karamellartigen Eigengeschmacks sehr gut zum Kochen und süßen von Speisen und Getränken verwenden.

Wenn du dir keine großen Gedanken um die Qualität eines Reissirups machen möchtest, dann schau bei unseren Produktempfehlungen vorbei. Wir haben das Qualitätsmerkmal ganz oben bei unseren Bewertungskriterien stehen.

Sollten weitere Fragen zu Reissirup oder anderen Zuckerersatzstoffen offen sein, stehen dir unsere Experten gerne zur Verfügung.

Hat dir der Beitrag gefallen?
Bewertung:
Bewertungen: 10 Deine Wertung: {{rating}}